Bürger wehren sich

Kustermannpark: Weiter Streit um Bebauungs-Pläne

Entlang der Rosenheimer Straße könnten bis zu 250 Wohneinheiten entstehen. Dazu bräuchte es fast die Hälfte der Grünfläche. 

Grünen-Stadträte und der Bund Naturschutz (BN) lehnen jegliche Art der Bebauung im Kustermannpark in Ramersdorf kategorisch ab.

München - „Es ist offenbar nichts mehr heilig vor der Betonierung, jetzt geht es auch schon an die Bürgerparks“, empört sich Christian Hierneis, Vorsitzender des Bund Naturschutz in München. Die Politik, so Hierneis, müsse eingreifen, bevor auch die letzten Quadratmeter zugebaut seien. „Das plan- und strategielose Zerstören der Grünflächen muss beendet werden“, fordert Hierneis. 

Wie im April berichtet, erwägt die Bayerische Hausbau Wohnbauten am Rande des Kustermannparks. Entlang der Rosenheimer Straße könnten bis zu 250 Wohneinheiten entstehen. Dafür würde das Unternehmen rund 10.000 Quadratmeter des bislang 27.000 Quadratmeter großen Grünareals benötigen. Vor Ort wird heftig über diese Pläne gestritten. 

Manche Eigentümer würden verkaufen

Der Park ist zwar öffentlich zugänglich, gehört aber den Wohnungseigentümern aus den umliegenden Häusern. Allerdings gibt es in den Grundbucheintragungen ein Vorkaufsrecht für die Bayerische Hausbau. Vorausgesetzt, die Stadt ändert den vorhandenen Bebauungsplan und schafft hier Wohnrecht. Etliche Eigentümer wären offenbar schon bereit, ihre Park-Parzelle für gutes Geld an den Bauträger zu verkaufen. 

Bei der jüngsten Bürgersprechstunde von OB Dieter Reiter in Neuperlach war das Thema Kustermannpark auch angesprochen worden. Das müsse man sich anschauen, so die vage Antwort des Oberbürgermeisters.

ick

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