Eindeutiger Corona-Verstoß

Zeuge alarmiert den Notruf: Polizei trifft in München auf 130 Personen bei „religiöser Zeremonie“

Die Polizei in München hat sich mit emotionalen Worten bei den MünchnerInnen* bedankt. (Symbolbild)
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Corona-Verstoß in München: Die Polizei wurde zu einer „religiösen Zeremonie“ gerufen, an der 130 Personen teilnahmen (Symbolbild)

Nicht an die aktuellen Corona-Regeln gehalten haben sich am Wochenende in München 130 Personen, die die Polizei bei einer „religiösen Zeremonie“ störte. Nun gibt es Konsequenzen.

München - Für die Polizei in München ist die Kontrolle der Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln mittlerweile fester Bestandteil ihrer Arbeit. Dass die Überprüfung der Befolgung der aktuellen Infektionsschutzregelung auch weiterhin nötig ist, zeigt nun unter anderem ein Fall vom vergangenen Wochenende.

Wie die Polizei mitteilt, ging am Sonntag (21. März) ein Anruf bei den Beamten ein. Über den Polizeinotruf 110 teilte ein Zeuge gegen 9.45 Uhr mit, dass sich in einem Gebäude in Neuperlach sehr viele Personen bei einer „religiösen Zeremonie“ aufhalten würden. Vier Streifen der Münchner Polizei fuhren deshalb zu der Örtlichkeit und stellten dort etwa 130 Personen fest.

München: Corona-Verstoß bei „religiöser Zeremonie“ - Polizei trifft auf 130 Menschen

Die Personen vor Ort trugen zwar Masken, hielten die Abstände zueinander laut Polizei aber nicht durchgehend ein. Die Beamten nahmen daraufhin mit dem Verantwortlichen Kontakt auf. Dabei wurde festgestellt, dass das geltende Hygienekonzept eine deutlich geringere Personenanzahl von 60 Menschen vorsah. Daraufhin verließen viele der anwesenden Personen die Örtlichkeit, bis die Vorgaben eingehalten wurden. Der für die Veranstaltung Verantwortliche wurde wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. Um welche Art der Veranstaltung es sich genau handelte, teilte die Polizei allerdings nicht mit.

Doch nicht nur dieser Einsatz in Neuperlach beschäftigte die Polizei am Wochenende. Im Zeitraum von Freitag, (19. März) 6 Uhr, bis Montag, (22. März), 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelung zu überprüfen. In der Stadt und im Landkreis München wurden so in diesem Zeitraum über 3.400 Kontrollen durchgeführt. Insgesamt wurden dabei 277 Verstöße angezeigt. (nema)

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