Rettung in letzter Sekunde

Dreijähriger geht in Michaelibad unter - Bademeister reanimiert das Kind

Ein kleiner Junge ist am Dienstagnachmittag im Michaelibad im Kinderschwimmbecken plötzlich untergegangen. Ein Bademeister griff beherzt ein und rettete ihm so das Leben. 

München - Drama im Michaelibad! Ein Dreijähriger ist am Dienstag beinahe vor den Augen seiner Mutter ertrunken. Ein Bademeister bemerkte die brenzlige Situation, reagierte sofort und wurde so zum Sommerhelden von Neuperlach.

Es ist kurz nach 15 Uhr am Kinderbecken im gut gefüllten Michaelibad an der Heinrich-Wieland-Straße in Neuperlach. Bei Temperaturen weit über 30 Grad tummeln sich viele Kinder mit ihren Eltern in dem seichten und damit vermeintlich sicheren Gewässer. Auch eine junge Vietnamesin aus dem Allgäu sucht mit ihrem drei Jahre alten Sohn dort Abkühlung. Wie die Polizei gestern mitteilte, trägt der Bub zu diesem Zeitpunkt keine Schwimmflügel. Eigentlich kein Problem, solange der Junge beaufsichtigt wird. Doch aus bislang unbekannten Gründen ist die Mutter offenbar für einen entscheidenden Augenblick abgelenkt. Denn innerhalb weniger Sekunden liegt der Dreijährige regungslos auf dem Grund des Kinderbeckens. Er hat viel Wasser geschluckt, ist laut Polizei deshalb sofort bewusstlos. Das Badedrama bleibt nicht lange unbemerkt. Sowohl die Mutter als auch ein Bademeister sehen das regungslose Kind im Wasser. Der Bademeister läuft ins Becken, fischt den Buben aus dem Wasser und beginnt noch am Beckenrand mit den Wiederbelebungsmaßnahmen.

Junge ist körperlich wieder stabil

Und zum Glück: Der kleine Junge ist nach wenigen Augenblicken wieder bei Bewusstsein, öffnet die Augen und ist laut Polizei bereits auf dem Weg ins Krankenhaus im Rettungswagen wieder ansprechbar. Auch körperlich ist das Kind wieder stabil, teilte die Polizei mit.

Im Krankenhaus wird der Bub jetzt von den Ärzten untersucht. Laut Polizei ist aber nicht davon auszugehen, dass das Kind Folgeschäden erlitten hat. Die Polizei spricht von einem unglücklichen Vorfall. Mutter und Bademeister hätten in dieser Situation richtig gehandelt.

Lesen Sie auch: Zahl der Badetoten in Deutschland gestiegen: 280 Menschen ertrunken

Rubriklistenbild: © fkn

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