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Gebäude der MVG sanierungsbedürftig

Einsturzgefahr: Das passiert nun mit der maroden Tram-Werkstatt

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Die denkmalgeschützte Montagehalle war im Januar wegen Einsturzgefahr gesperrt worden.

Die Münchner Trambahnen werden künftig im Zelt repariert. Der Grund: Das eigentliche Gebäude der Münchner Tram-Werkstatt ist derzeit nur noch teilweise nutzbar.

München - Im Januar war die Hauptwerkstätte an der Ständlerstraße wegen Einsturzgefahr komplett gesperrt worden. Ein Teil der Reparaturhalle ist nun wieder in Betrieb, der andere zieht in einen „fliegenden Bau“ auf dem Gelände. Die Lage bleibt angespannt. 

Die große denkmalgeschützte Montagehalle musste wegen gravierender Schäden geräumt werden, die Standsicherheit des Gebäudes war nicht mehr gewährleistet. Der Komplex stammt aus den Jahren 1918 und 1948. Umfangreiche Untersuchungen, vor allem an Wänden und Pfeilern, wurden gestartet. Die gute Nachricht: Im jüngeren Hallenteil gibt es Entwarnung. Seit Kurzem kann hier wieder gearbeitet werden. Es steht somit wieder ein Arbeitsstand zur Instandhaltung der Trambahnen zur Verfügung.

Für den älteren Hallenabschnitt allerdings laufen die Auswertungen, erklärt MVG-Sprecher Matthias Korte auf Anfrage. Es sei unklar, wie und wann hier wieder aufgemacht wird und welche Sanierungsarbeiten notwendig sind.

Die Verkehrsbetriebe sorgen deshalb jetzt vor: Um den Werkstattbetrieb weiter aufrechterhalten zu können, sollen Materiallager, Büro- und Sanitärräume umgelagert werden. Deshalb sind auf dem Gelände an der Ständlerstraße 20 in Ramersdorf an drei Stellen Provisorien geplant. Es geht um Container für die Büroarbeitsplätze sowie Sanitärcontainer mit Umkleiden und Duschen für die Arbeiter am Ost- und Westrand des Geländes. Für die Ersatzteile, die nicht an andere MVG-Standorte verlagert werden können, soll künftig ein Zelt aufgestellt werden. Hier sollen dann eventuell auch Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

Zeltlösung ist bis Ende des Jahres geplant

Die Aluminium-Gerüstkonstruktion hat eine Grundfläche von 250 Quadratmetern und eine Firsthöhe von 4,85 Meter. An einer Giebelwand ist ein Schiebetor mit zwei Flügeln vorgesehen. Der Standort liegt hinter der Gleisbauhalle direkt bei den benachbarten S-Bahngleisen, also rund 150 Meter entfernt von der nächsten Wohnbebauung. Geplant ist vorerst, die Zeltlösung bis Ende 2018 zu nutzen, dann würde das Material in ein anderes Provisorium verlegt werden. Auch die Container sollen nur bis Ende des Jahres stehen bleiben. Die Büros könnten dann in die benachbarte Automatenwerkstatt umziehen, die bis dahin planmäßig in ein anderes Gebäude in der Nähe verlagert wird.

Noch im April läuft außerdem eine Kooperation mit einer externen Firma an, die einen Teil der Instandhaltungsarbeiten übernehmen soll und damit die Stadtwerke entlastet. „Es ist eine reife Leistung der Kollegen in der Hauptwerkstätte und im Betriebshof der Tram, dass sich die Ausfälle trotz des zeitweisen Entfalls der kompletten Hauptwerkstätte an einer Hand abzählen lassen“, betont Korte. Von den insgesamt 97 Fahrzeugen fehlten am Anfang sechs im Tagesbetrieb, inzwischen ist man auf zwei bis vier Ausfälle runter, bis Ende des Monats soll sich das weiter reduzieren.

Eng wird es allerdings bei Unfällen, nach denen die Trambahnen umfangreich repariert werden müssen. „Da fehlt uns dann einfach der Platz, daher bleibt die Situation angespannt“, so der MVG-Sprecher.

Carmen  Ick-Dietl

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