Tod nach langem Wachkoma

Mann stirbt acht Jahre nach schwerem Radl-Crash in München - Polizei prüft Zusammenhang

An dieser Unterführung in Ramersdorf geschah im Jahr 2012 ein Fahrradunfall. Rund acht Jahre später ist ein Beteiligter gestorben
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An dieser Unterführung in Ramersdorf geschah im Jahr 2012 ein Fahrradunfall. Rund acht Jahre später ist ein Beteiligter gestorben.

Acht Jahre nach einer verheerenden Kollision verstirbt ein Radfahrer im Alter von 61 Jahren. Inwieweit hat der Tod etwas mit dem Unfall von damals zu tun? Die Polizei ermittelt.

München - Ein Mann, der nach einem schweren Fahrradunfall in München* mehr als acht Jahre lang im Wachkoma lag, ist gestorben. Ob der Tod des 61-Jährigen mit dem Unfall im August 2012 zusammenhänge, werde derzeit noch geprüft, teilte die Polizei mit. Der Mann, der am vergangenen Freitag in einer Klinik starb, war im Stadtteil Ramersdorf mit einem anderen Radfahrer zusammengestoßen und hatte sich so schwer verletzt, dass er ins Koma gefallen war.

München: Schwerer Radl-Crash im August 2012 - Wegen Fahrt in falscher Richtung

Deshalb kümmert sich die Verkehrspolizei* derzeit erneut um den Fall. Damals, am Dienstag, dem 7. August 2012, war der Mann in der Früh gegen 6.30 Uhr mit seinem Fahrrad auf dem Radweg der Chiemgaustraße stadteinwärts gefahren. Vor der Bahnunterführung endet der Radweg allerdings. Deshalb wechselte der Mann auf die Fahrbahn - um dann nach der Unterführung wieder auf den Radlstreifen weiterzufahren. Ein 19-jähriger Auszubildender war derweil mit seinem Mountainbike verbotenerweise auf diesem Radweg in falscher Richtung stadtauswärts unterwegs.

Zusammenstoß zwischen zwei Radfahrern in München - Mann stirbt acht Jahre später

An der Unterführung kam es dann zum Crash zwischen den beiden Fahrradfahrern! Der damals 52-Jährige stürzte, schlug mit dem Kopf auf die Fahrbahn auf und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Der Mann wurde sofort in eine Klinik gebracht. Dort verschlechterte sich sein Zustand dann zusehends - es bestand nach Angaben der Polizei schon damals Lebensgefahr für ihn.

Der 19-Jährige auf dem Mountainbike hatte sich bei dem Zusammenstoß lediglich leicht an der Hand verletzt. Allerdings verfolgen ihn nun auch nach über acht Jahren noch die Konsequenzen jenes Unfalls an der Unterführung.

Wer ist der Radl-Rambo, der am tödlichen Unfall im Jahr 2020 an der Hochstraße in München beteiligt war? Noch immer gibt es keine Antwort auf diese Frage(LAF/dpa) *tz.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

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