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Plötzliche Neuerung vor Münchner Supermarkt: Radlerin bedankt sich bei Falschparkern - „Mag ich“

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Penny-Supermarkt
Für Radfahrer hat sich vor dem Penny am Innsbrucker Ring eine neue Situation ergeben (Symbolbild). © Gottfried Czepluch via www.imago-images.de

Vor einem Penny-Supermarkt in München gibt es neue Fahrradständer. Grund genug für deutliche Ansagen an notorische Falschparker.

München - Es sind die kleinen Dinge im Leben. Für eine Radfahrerin im Südosten von München war dieser Tage schon eine kurze Zettel-Botschaft Anlass zur Freude. Schwarz auf weiß, platziert unweit des Supermarktes ihres Vertrauens. „Jetzt kann ich das Radl direkt am Eingang abstellen. Mag ich“, schrieb die Frau zum entsprechenden Twitter-Beitrag.

Parksituation vor Penny-Markt in München: Hinweisschilder häufig ignoriert

Stein des Anstoßes war wieder einmal der Kulturkampf zwischen Fahrrad- und Autofahrern. Konkreter die Parksituation vor dem Penny-Markt am Innsbrucker Ring. Offenbar hatten Autofahrer immer wieder Hinweisschilder ignoriert und ihre Wagen auf dem Gehweg abgestellt. Damit soll nun Schluss sein.

„Wir weisen Sie höflich darauf hin, dass das Parken auf dem Gehweg nicht erlaubt ist. Wir bitten Sie, die Tiefgarage zu nutzen“, hat ein ansässiger Haustechnik-Betrieb auf der Zettel-Botschaft klargestellt. Netter Nebeneffekt für Radler: Direkt am Eingang des Penny-Marktes wurden nun zusätzliche Fahrradständer installiert - was der Twitter-Userin einen angenehmeren Einkauf ermöglicht. Ihre augenzwinkernde Zusammenfassung: „Ich bedanke mich bei den Falschparkenden“.

In der Kommentarspalte bekommt man ein Gefühl für die mitunter vorurteilsbehaftete Auseinandersetzung zwischen den Münchner Verkehrsteilnehmern. „In die Tiefgarage passen aber keine Muttipanzer“, schreibt ein User. Drastischer formuliert ein anderer: „Sind rücksichtslose, egoistische Autofahrer doch mal zu was gebrauchen.“

Frau aus München nach Zettel-Hinweis mäßig begeistert: „Alternativen finden“

Eine Münchnerin, die offenbar der Autofraktion angehört, klingt ob des Zettel-Hinweises ein wenig verstimmt: „Zum Glück ist die Supermarkt-Dichte hier hoch genug, um Alternativen zu finden.“

Ob sie schon gehört hat, was rund um den gar nicht so weit entfernten V-Markt in der Balanstraße geschehen soll? Ein Vorstoß der Stadtratsmehrheit erhitzt aktuell die Gemüter; vom Vorhaben profitieren würden die Münchner Radfahrer.

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