Stadtviertel-Serie

Ramersdorf-Perlach: Neue Shops und ein renovierter Schatz

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Die „Neue Balan“ wächst weiter. Heuer wird der Grundstein für dieses Haus gelegt. 

Im Frühjahr soll der Umbau im PEP-Einkaufszentrum abgeschlossen werden. Auf der schon bestehenden Fläche wurden Beleuchtung, Wandverkleidungen, Möblierung und Sanitäranlagen auf den neusten Stand gebracht.

Update vom 7. Februar 2018: Datum fix! Wir verraten exklusiv an welchem Tag der Mode-Discounter Primark seine München-Filiale eröffnet. 

München - Um Platz für weitere Geschäfte zu schaffen, wurde das Parkhaus Nord vor zwei Jahren abgerissen und ein Erweiterungsbau mit Parkplätzen und Ladenflächen geschaffen. Mit künftig 135 Geschäften auf drei Ebenen wird das PEP dann das größte Einkaufszentrum Münchens sein. Zudem gibt es neue Angebote: Die Modekette Primark wird hier ihre erste Münchner Filiale eröffnen. Die Reaktionen auf den Einzug der Billigmodekette waren sehr geteilt, wie tz.de berichtet.

Hanns-Seidel-Platz in Ramersdorf-Perlach

Veränderungen gibt es auch direkt gegenüber am Hanns-Seidel-Platz. Wegen der wachsenden Bautätigkeiten müssen das Kulturhaus und der Wochenmarkt dort verschwinden. Die Händler sollen auf den Theodor-Heuss-Platz umziehen. Allerdings wird der Markt für diesen Standort etwas schrumpfen müssen, das wird vor allem die Bekleidungsanbieter treffen. Die Kultur soll an die Albert-Schweitzer-Straße (gegenüber vom Life-Einkaufszentrum) ausweichen. In den Räumen soll dann auch der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach jeden Monat tagen. Derzeit ist April als Räumungstermin für den Hanns-Seidel-Platz anvisiert.

Das Bürgerzentrum, entworfen von Architekt Roman Delugan aus Wien, soll dem Hanns-Seidel-Platz ein neues Gesicht geben, im Hintergrund das integrierte Hochhaus an der Thomas-Dehler-Straße.

Neue Balan

Die Neue Balan, der Firmen-Campus auf dem ehemaligen Siemens- beziehungsweise Infineon-Gelände an der Balanstraße, wächst weiter. Der Investor, die Allgemeine Südboden Grundbesitz AG, will den Grundstein für „Haus 27“ an der Ecke St.-Martin-Straße legen. Bei der Entwicklung des architektonischen Konzepts für das neue Gebäude stand „Lingotto“, die Fiat-Fabrik in Turin, Pate. Zentraler Blickfang wird das sich über vier Geschosse erstreckende „Schaufenster“. Außerdem werden sogenannte Skygärten, die ähnlich einer Loggia über zwei Stockwerke hinweg in die Fassade eingelassen sind, die Gebäudeansicht prägen. Im Haus ist zudem ein Café-Restaurant geplant.

Piederstorfer-Gelände: Hier rollen in Ramersdorf-Perlach die Bagger an

Auf dem Piederstorfer-Gelände am Ende der Ständlerstraße rücken die ersten Bagger für Erdarbeiten an. Das Baufeld wird freigelegt, Altlasten werden beseitigt und die Baustraßen angelegt. Auf der ehemaligen Kiesgrube sollen 1300 Wohnungen entstehen. Dazu mehrere soziale Einrichtungen wie Kitas und ein Teenie-Treff, außerdem Einzelhandelsflächen und eine große öffentliche Grünanlage. Start der Hochbauarbeiten ist 2019. Zuvor aber wird die Stadt am Alexisweg noch eine neue Radwegverbindung anlegen.

Grundschule am Perlacher Pfanzeltplatz

Im Sommer wird der Erweiterungsbau der Grundschule am Perlacher Pfanzeltplatz fertig werden, die dann zum neuen Schuljahr mit 16 Klassen und vier Zügen starten kann. Momentan ist die Pfanzeltplatzschule mit zwölf Klassen noch dreizügig. Die Bauarbeiten sind damit allerdings noch nicht ausgestanden. Denn im Anschluss werden die beiden Bestandsgebäude saniert. Deren Fertigstellung ist zum Schuljahresbeginn 2019/2020 geplant. Außerdem soll auf dem Schulgelände noch eine Zweifachsporthalle entstehen.

Wallfahrtskirche Ramersdorf

Am 15. August wird die Wiedereröffnung der Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf groß gefeiert werden. Die älteste Marienwallfahrtsstätte Münchens ist seit 2014 grundlegend saniert worden. Selbst der Heilig-Kreuz-Altar, erschaffen von Bildhauer Erasmus Grasser, wurde abgebaut. Er wurde beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege fachmännisch restauriert. Der Innenraum des Gotteshauses aus dem 14. Jahrhundert war eine einzige Baustelle. Heizung, Elektrik, Sicherheitseinrichtungen, Sakristei und vieles mehr wurden überarbeitet. 

Die Pläne für den Ortskern Ramersdorf sind ehrgeizig. Doch schon hagelt es Kritik an einigen der Bauprojekte. Und die Zeit drängt.

Neuperlach wird 50: Das hat sich alles verändert

Das Luftbild zeigt Neuperlach im Jahr 1970. Drei Jahre nach der Grundsteinlegung stehen die ersten Hochhäuser. Zu erkennen ist die im Bau befindliche Ständlerstraße. © Prugger
Links unten der Blick auf die Plettstraße, an der Baumeister wohnt, im Jahr 1970. © Festring Neuperlach
Helmut Baumeister (84) lebt seit fast 50 Jahren in Neuperlach.
Helmut Baumeister (re.) war einer der ersten Münchner, die nach Neuperlach gezogen sind. Dafür gab er eine Wohnung am Englischen Garten auf. Heute kaum vorstellbar. © Carmen Ick-Dietl
Gruß an die Welt: Neuperlach mit seinen vielen Hochhaus-Zeilen war damals sogar als Postkarten-Motiv beliebt, denn das Viertel galt als innovativ. Heute gewährt die Postkarte einen Blick in die Vergangenheit. © 
Ungleiche Nachbarn: Ein Blick von der Putzbrunner auf die Ottweiler Straße, aufgenommen 2004. © Festring Perlach
Kinder gab es damals jede Menge, denn viele Familien zogen nach Neuperlach. Heute ist das Viertel eher überaltert. © Festring Perlach
Wild-West-Stimmung: Dass hier mal das Klinikum Neuperlach stehen wird, mag man gar nicht glauben. © Schlaf
Ein Stadtviertel wächst: Das Foto zeigt den Landwirt Martin Ballauf im Jahr 1969 beim Bewirtschaften der Felder, während im Hintergrund Kranlandschaften im Eiltempo Neuperlach in die Höhe ziehen. Heute ist das Foto im Besitz des Festrings Perlach. © 
Gruppenfoto: Nicht näher benannte Damen posieren 1967 bei der Grundsteinlegung am Grundstein. © Festring Perlach
Hochhaus-Burg: Das Luftbild aus dem Jahr 1997 zeigt die Anordnung der Wohnblöcke, aber auch weitläufige Grünflächen. Die Bäume wirken gegen die Beton-Giganten fast wie Ameisen. © Archiv


Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Ramersdorf – mein Viertel“.


Carmen ick-Dietl

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