Stadt muss nachsitzen

Regierung stoppt Neubau in Neuperlach

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Nicht sechs-, sondern achtgeschossig sollte an der Carl-Wery-Straße gebaut werden.

München - München braucht Wohnraum – und das möglichst schnell! Die Regierung von Oberbayern hält die Pläne für die Gewofag-Neubauten an der Carl-Wery-Straße für rechtswidrig.

Die Stadt muss nachsitzen. Die Anwohner wird es freuen. Die Carl-Wery-Straße steht so ein wenig für das Umdenken der Stadtverwaltung in Sachen Wohnungsbau. Ursprünglich hatte die Gewofag lediglich sechsgeschossig geplant. 327 Mietwohnungen sollten entstehen. OB Dieter Reiter (58, SPD) war das aber noch nicht genug. Er hatte erst vor kurzem im tz-Interview angekündigt, bei älteren Bebauungsplänen genauer hinzuschauen. „Dann ist das vielleicht heute gar nicht mehr zeitgemäß. Und wir müssen sehen, ob wir da nicht noch ein, zwei Stockwerke höher bauen.“ Das ist in Neuperlach geschehen – aber wohl rechtswidrig, laut Regierung. Die fordert eine Änderung des Bebauungsplans. Das kann noch ein weiteres Jahr dauern.

Die CSU fragt bereits, welche Bauvorhaben noch verzögert werden könnten. Denn oft gibt es wegen Neubauten Bürgerproteste. In Neuperlach hatten die Anwohner geklagt. „Da darf ich mich nicht angreifbar machen“, sagt CSU-Mann Hans Podiuk (70).

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