Israel schränkt Zugang zum Tempelberg wieder ein - Neue Gewalt befürchtet

Israel schränkt Zugang zum Tempelberg wieder ein - Neue Gewalt befürchtet

Bürgerinitiative macht mobil

Die Todesfalle an der Balanstraße

+
Um zum REWE zu gelangen, müssen Anwohner die vierspurige Balanstraße überqueren.

München - Eine Bürgerinitiative macht mobil gegen eine Todesfalle an der Balanstraße in München. Eine Anwohnerin verlor dort schon ihr Leben.

Zwischen dem Thomasiusplatz und der St.-Martin-Straße gleicht die Balanstraße einer Rennstrecke. Auf vier Spuren brettern hier Autos und Laster rauf und runter. Hier über die Straße zu laufen, ist eine gefährliche Angelegenheit. Eine Anwohnerin verlor schon ihr Leben. Brigitte W. (67) war im Dezember von einem Auto erfasst worden, als sie am Abend die Balanstraße überquerte. Die 67-Jährige wollte zum Einkaufen gegenüber.

Die Anwohner von der Balanstraße wünschen sich einen sicheren Übergang.

Und genau das ist aus Sicht der Anwohner, die auf der westlichen Seite der Balanstraße daheim sind, das Problem. „Seit gegenüber der REWE und ein Bäcker gegenüber aufgemacht haben, müssen viele Anwohner zwischen den fahrenden Autos rüberlaufen“, sagt Gabi Kretschmer. Zusammen mit ihrer Nachbarin Erika Schwab hat sie deshalb eine Bürgerinitiative gegründet. Sie fordern: „Wir brauchen schnell einen Übergang. Eine Fußgängerampel, eine Verkehrsinsel oder ein Zebrastreifen.“

Die nächste Ampel ist gut zweihundert Meter weg. „Die Situation ist für die Fußgänger untragbar“, sagt auch Gunda Wolf-Tinapp (Grüne) vom Bezirksausschuss (BA) Ramersdorf-Perlach. „Die Stadt muss schnell was tun.“

In den vergangenen Jahren habe sich die Balanstraße hier grundlegend verändert, erklären die Anwohner in einem Antrag an den BA. „Auf der einen Seite sind massiv neue Wohnanlagen gebaut worden“, heißt es. „Und östlich, also gegenüber, enstand das Gewerbegebiet „Neue Balan“ mit Büros, Betrieben und eben dem REWE-Markt“, sagt Erika Schwab. Am Freitag waren die Anwohner übrigens bei der 3. Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD). Schwab: „Wir haben 324 Unterschriften für einen sicheren Übergang abgegeben.“

Anwohner: Brauchen Übergang

Dr. Helmut Kretschmer und Ehefrau Gabi meinen: Der Bereich zwischen St.-Martin-Straße und dem Thomasiusplatz ist zu einem Wohnviertel geworden. Und deshalb brauchen wir ein Verkehrskonzept. Vor allem einen Übergang für die Anwohner!

Zwei statt vier Spuren

Erika Schwab (l.) und Sabine Rütter: Wir als Anwohner fordern, dass die Balanstraße hier zweispurig wird. Vier Fahrbahnen wie jetzt laden einfach zum Rasen und Überholen ein. Da hat man es als Fußgänger schwer, über die Straße zum Einkaufen zu kommen.

Eine Ampel wäre gut

Anwohnerin Maria Vigorito (69): Für mich als gehbehinderte Frau ist das Überqueren der Balanstraße jedes Mal der reinste Horror. Ich kann nicht so schnell, wie die Autos dahergerast kommen. Ich würde mich sehr über eine Fußgängerampel freuen.

Von Jacob Mell

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
Die Stadt der Zuagroasten: Was Neu-Münchner anzieht
Die Stadt der Zuagroasten: Was Neu-Münchner anzieht
Ganz schön schräg: Palme löst Polizeieinsatz auf Odeonsplatz aus
Ganz schön schräg: Palme löst Polizeieinsatz auf Odeonsplatz aus

Kommentare