13 Meter durch die Luft geschleudert

Vorfahrt missachtet: Radler stirbt bei Kollision

München - Ein tödlicher Unfall hat sich Sonntagnacht in Ramersdorf ereignet, als ein Radfahrer eine Vorfahrt missachtete. Er wurde von einem Auto erfasst und durch die Luft geschleudert.

Wie die Polizei berichtet, war gegen 0.30 Uhr Sonntagfrüh ein polnischer Arbeiter mit seinem Rad auf der Kaspar-Spät-Straße in Richtung Westen unterwegs. Als er an der Balanstraße ankam, wollte der 43-Jährige nach ersten Ermittlungen offenbar ohne anzuhalten die Einmündung der Straße geradeaus überqueren, um auf dem gegenüberliegenden Radweg weiter zu fahren. Dabei befand er sich selbst nicht im Vorfahrtsrecht.

Zur gleichen Zeit war ein 24-Jähriger mit seinem BMW auf der Balanstraße unterwegs. Wie erste Untersuchungen eines Sachverständigen ergaben, fuhr er erheblich schneller als die erlaubten 50 km/h. Der Schüler, der sich auf der Vorfahrtsstraße befand, legte zwar eine Vollbremsung ein - doch er konnte nicht mehr rechtzeitig stoppen oder ausweichen. Der BMW erfasste den Radler.

Der 43-Jährige prallte über die Motorhaube in die Windschutzscheibe und schleuderte dann 13 Meter durch die Luft. Der Mann schlug auf der Fahrbahn auf und schlitterte noch 10 Meter weiter. Das Fahrrad selbst flog 20 Meter durch die Luft und krachte in die Heckscheibe eines ordnungsgemäß geparkten BMW. Der Radfahrer, der ohne Fahrradhelm unterwegs war, erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Kopfverletzungen.

Der Pkw und das Fahrrad wurden schwer beschädigt. Die Balanstraße musste bis um 4 Uhr komplett gesperrt werden, der Linienverkehr wurde umgeleitet.

mm

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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