Ramona (15) dringend gesucht

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Ramona Blömer

München - Die Münchner Polizei sucht nach einem 15-jährigen Mädchen, das bereits im März verschwunden ist. Ramona Blömer war im Gautinger Mädchenheim untergebracht und entwischte ihrer Betreuerin beim Shoppen in der Münchner Fußgängerzone.

Zusammen mit der Betreuerin war Ramona am 14. März gegen 17 Uhr im Karstadt am Stachus unterwegs, als sie sich „verdünnisierte“, wie ein Polizeisprecher betonte. Seitdem ist die 15-Jährige untergetaucht. Monatelang hat die Polizei gesucht, jetzt wendet sie sich an die Bevölkerung.

Über die Familienverhältnisse halten sich die Beamten bedeckt. Sie scheinen kompliziert zu sein: Es gibt eine Adoptivmutter, bei der sich Ramona bisweilen telefonisch meldet, und eine leibliche Mutter, die auch in die Ermittlungen einbezogen ist. Aus dem Gautinger Heim, in dem Mädchen in schwierigen Lebensverhältnissen untergebracht sind, laufen immer wieder Insassinnen weg. Warum Ramona dort wohnt, hält die Polizei geheim.

Es gilt als gesichert, dass sich die Gesuchte, die sich mitunter als Ramona Tillmann (das ist ihr Geburtsname) ausgibt, im Münchner Stadtgebiet aufhält. Lebenszeichen gibt sie von Zeit zu Zeit durch besagte Telefonate mit der Adoptivmutter und mit Freunden. Sie scheint sich in München auch mit Freunden zu treffen. Noch keinem ihrer Ansprechpartner ist es gelungen, das Mädchen zu einem Treffen mit Betreuern oder Eltern zu überreden. Bei der Polizei will sich die Vermisste demnach auch nicht melden.

In welchen Kreisen sich die die hübsche 15-Jährige aufhalten könnte, gibt die Polizei nicht bekannt. „Drogen oder eine Zwangssituation dürften unserer Meinung nach nicht im Spiel sein“, sagt der Sprecher. „Bei den Telefonaten lässt sie nur erkennen, dass es ihr gut geht – und dass sie ihre Freiheit genießt.“

Ramona sieht älter aus, als sie ist – wie eine 17-Jährige, sagt die Polizei. Sie ist 1,67 bis 1,70 Meter groß, wiegt 55 bis 60 Kilo, ist sehr schlank, hat blaue Augen, lange, blonde Haare, ein Piercing in der Unterlippe und spricht Hochdeutsch. Wer sie gesehen hat oder Hinweise über ihren Aufenthaltsort geben kann, melde sich unter Telefion 089/2 91 00.

Johannes Löhr

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