Hooligan-Alarm am HBF und vor der Arena: Bilder und Video

München - Vor dem Champions-League-Duell des FC Bayern gegen den FC Basel am Mittwochabend hat die Polizei schon bis zum Nachmittag fünf Schweizer Fußballfans am Münchner Hauptbahnhof festgenommen.

Es sind Bilder, die eigentlich niemand sehen will. Mit denen eine Großstadt wie München jedoch leben muss – auch mitten im beschaulichen Advent: 1100 Beamte der Bundes- und Landespolizei haben am Mittwoch die Ankunft von rund 800 potenziellen Fußball-Randalierern aus Basel erwartet.

Hooligan-Alarm am Hauptbahnhof und vor der Arena

Hooligan-Alarm am Hauptbahnhof und vor der Allianz Arena

Der erste von zwei Sonderzügen ist am Morgen um 8.40 Uhr von 350 Polizisten am Münchner Hauptbahnhof empfangen worden. Die Beamten sperrten die Gleise 12 und 13 komplett, um die Fans einzukesseln und sie wie am Flughafen einzeln inklusive ihres Gepäcks zu kontrollieren. Die Basler waren über die Sonderbehandlung und die damit verbundene Wartezeit überhaupt nicht erfreut. "Das sind alles Nazis, die hier kontrollieren", schimpfte ein vermummter Fan. Der zweite Sonderzug traf am Mittag ein. 

Bislang sei ein Fan wegen Beamtenbeleidigung vorläufig festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Nachmittag. Weitere vier Fans des FC Basel kamen wegen Rauschmittelbesitzes in Polizeigewahrsam. Die Lage sei aber ruhig, sagte der Sprecher.

Weil das Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen den FC Basel aber erst um 20.45 Uhr in der Allianz-Arena angepfiffen wird, werden sich die fanatischen Anhänger der Basler Ultra-Gruppierung „Inferno“ den ganzen Tag in der Münchner Innenstadt herumtreiben.

Die Beamten des Münchner Unterstützungskommandos (USK) werden sie dabei begleiten. "Wir bringen sie zum Stadion", sagt ein Polizist zu unserem Portal. Und nach dem Spiel auch wieder zurück zum Hauptbahnhof. Tatsächlich begleiteten die Einsatzkräfte die Gäste-Fans zum Nordeingang der Allianz Arena. Über weitere Festnahmen war am frühen Abend noch nichts bekannt.

Brisant: Die Basler und die Münchner Ultra-Gruppierung Schickeria haben noch eine Rechnung zu begleichen (siehe unten). Darum wollte das Großaufgebot der Polizei am Mittwoch unter allen Umständen jegliche Konfrontation der verfeindeten Gruppierungen vermeiden.

Die Polizei wird nicht die geringste Gewalt dulden, setzt zunächst jedoch auf Verständigung. 30 psychologisch geschulte Info-Beamte bemühen sich um Deeskalation und sollen Solidarisierungsaktionen mit anderen Fans verhindern. Die Polizei verteilte an beide Ultra-Gruppierungen „Fan-Briefe“ mit Infos und den Regeln zur allseits bekannten Münchner Linie. Ob‘s was nutzt, ist ungewiss: Süßbrich: „Wir haben bisher keine Antworten bekommen.“

dop/kim/pie/al

Risiko-Spiel: Der Tag der Abrechnung

Ist am Mittwoch der Tag der Abrechnung zwischen Inferno und Schickeria? Bereits zwei Mal lieferten sich Baseler und Münchner Probelmfans in Basel bei einem Freundschaftsspiel (9. Januar) und beim Champions-League-Hinspiel (28. September) höchst brutale Massenschlägereien. Bei der letzten Auseinandersetzung wurden 59 Schickeria-Anhänger nach einem völlig überraschenden Überfall von 15 Basler Fans in der Innenstadt festgenommen und wegen „Raufhändel und Landfriedensbruch“ angezeigt. Die Verfahren werden aber vermutlich alle wieder eingestellt. Wegen möglicher Racheaktionen gilt die Partie am Mittwoch als sogenanntes Risiko-Spiel.

So feiern die friedlichen Anhänger: Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

Rubriklistenbild: © pie

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