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Rassismus an Schulen: München bekommt Fachstelle gegen Diskriminierung - „Bewusstsein für Toleranz schärfen“

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Von: Sascha Karowski

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Schule
Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Auch in München gibt es Rassismus und Diskriminierung an Schulen. Um Lehrer, Eltern und Schülern künftig besser zu unterstützen, schafft die Stadt nun eine Anlaufstelle.

München - München erhält eine Antidiskriminierungsstelle für den schulischen Bereich. Die Stelle ist bei der Fachstelle für Demokratie angesiedelt und dient als Anlaufstelle für Schüler, deren Eltern, Lehrer, und anderweitig an Schulen Angestellte. Darüber hinaus berät die Stelle Schulen im Umgang mit rassistischen, antisemitischen oder volksverhetzenden Chats oder Äußerungen im schulischen Kontext.

Rassismus, Extremismus: Fachstelle für Demokratie registriert 26 Fälle an Schulen

Schulen seien ein Spiegel der Gesellschaft und deshalb nicht frei von Rassismus, Antisemitismus und weiteren Formen menschenfeindlicher Diskriminierungen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Allein die Fachstelle für Demokratie habe in den vergangenen beiden Jahren 26 Sachverhalte von rassistischen, rechtsextremen, volksverhetzenden und antisemitischen Äußerungen und Handlungen an Münchner Schulen registriert. Dabei geht es beispielsweise um Fälle, in denen Schüler rassistischen Äußerung ausgesetzt sind. Aber auch um Fälle, in denen Bekleidung mit mit Symbolen einer extrem rechten Gruppierung getragen wurde.

München: OB Dieter Reiter (SPD) spricht von einer Null-Toleranz-Strategie

„Mit der Einrichtung der Stelle etabliert München eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber Rassismus, Antisemitismus und Volksverhetzung im schulischen Bereich“, sagt OB Dieter Reiter (SPD). Neben dem Schutz der Schulfamilie sei wichtig, so frühzeitig wie möglich das Bewusstsein für Toleranz und Respekt zu schärfen. Stadtschulrat Florian Kraus (Grüne) sagte: „An den Münchner Schulen wird die Zukunft der Münchner Stadtgesellschaft gelebt und gestaltet. Hier wird nicht nur das Curriculum gelernt, sondern auch der Umgang miteinander. Werte wie Toleranz, Respekt und Empathie sind dabei zentral.“

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