BMW rast in Münchner Klinik

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Ein BMW ist am Dienstag in den Konferenzraum der Heckscher-Klinik gerauscht

München - Ein BMW ist am Dienstagnachmittag durch die Glasfassade der Heckscher-Klinik gerauscht. Zuvor war er mit einem Ford zusammengeprallt. Wie durch ein Wunder muss keiner da bleiben.

Beide Fahrer blieben weitgehend unverletzt und auch Mitarbeiter der Klinik kamen mit einem Schrecken davon: Der Konferenzraum, in dem der Wagen zum Stehen kam, war zu dem Zeitpunkt nicht belegt. Schuld an dem Unfall in Giesing ist wohl die 59-jährige Ford-Fahrerin, die um 14 Uhr auf der der Deisenhofener Straße stadtauswärts fuhr.

Zeugen berichten, dass sie die Ampel an der kreuzenden Herzogstandstraße bei Rot überfahren hatte, bevor sie frontal mit dem BMW zusammenstieß. Der 51-jährige Fahrer wollte die Kreuzung aus südlicher Richtung queren, als er mit dem Ford zusammenprallte und auf die Klinik zuschoss. Der BMW schrammte noch eine Ampel, bevor er durch die Glasscheiben in den Konferenzsaal rauschte. Der Ford schlitterte an der Fassade entlang und kam auf dem Fußweg zum Stehen.

Die Feuerwehr musste den BMW anschließend aus dem Gebäude herausziehen. Die Unfallbeteiligten erlitten einen Schock, blieben weitgehend unversehrt. Die Ford-Fahrerin hatte leichte Prellungen am Handgelenk. Die Verletzungen konnten ambulant behandelt werden.

„Wir sind an einer Katastrophe vorbeigeschrammt“, sagte Anton Oberbauer, der Geschäftsführer der Klinik. Normalerweise seien stets Fußgänger und Radler an der Kreuzung unterwegs. „Wie durch ein Wunder war die Straße wie leergefegt.“

Auch in dem Konferenzraum finden den ganzen Tag über Besprechungen statt. Um 14 Uhr war das Zimmer jedoch frei. „Tische, Stühle – die komplette Einrichtung har der BMW durch den Raum geschoben“, berichtet der Geschäftsführer.

Oberbauers Büro liegt ein Stockwerk über dem Konferenzraum. „Es tat zwar einen riesigen Schlag, aber auf den ersten Blick war auf der Straße ja nichts zu sehen“, erinnert er sich. Erst als er aus dem Fenster auf den Gehsteig direkt unter sich sah, realisierte er, was geschehen war.

An den Fahrzeugen entstand jeweils Totalschaden in Höhe von insgesamt circa 36.000 Euro, am Ampelmasten in Höhe von etwa 1.500 Euro. Die Schäden an den Glasfronten der Klinik belaufen sich auf rund 20.000 Euro.

Jonas Gerding

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