Rathaus beschließt neue Routen-Pläne

So radelt sich's künftig durch die Stadt

München - Autos raus, Radler rein – bei diesem Grundsatz bleibt’s zwischen Odeonsplatz und Rindermarkt. Das beschloss der Stadtrat gegen die Stimmen der CSU.

Doch nach den neuesten Plänen sollen vor allem Radler besser durchs Zentrum strampeln und sich mit den Fußgängern nicht mehr ganz so arg in die Quere kommen. Die Parteien zerpflückten das Konzept von Stadtbaurätin Elisabeth Merk: So soll es einen echten Radweg an der Residenz geben. Diesen Vorschlag will Merk zusätzlich den Bürgern, Bezirksausschüssen, Kammern und Verbänden vorstellen – Änderungen sind noch möglich. Das beschloss der Stadtrat gegen die Stimmen der CSU. Nach der Beteiligung werden die Routen zementiert.

Der Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher hatte die Alternative vorgeschlagen – und vom Fahrradclub ADFC Beifall bekommen: Statt wie geplant über den weiten Umweg durch Hofgarten und die holprige Alfons-Goppel-Straße soll der Radl-Highway durch die Residenzstraße und dann erst in die Sparkassenstraße führen. Das wäre fast gar kein Umweg mehr. Dieser Route schloss sich nach den Freien Wählern nun auch die SPD an.

Münchens kuriose Radlfallen

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In der Residenzstraße sollen Radler nicht mehr Schrittgeschwindigkeit schleichen müssen, sondern auf einem eigenen Radweg in die Pedale treten. Für Spaziergänger würde zugleich ein viel breiterer Gehsteig gepflastert. Dann bräuchte die Polizei auch nicht mehr zu Radl-Razzien aufmarschieren.

Die CSU hält vom Radl-Highway für die bis zu 15 000 Zweiräder nichts – egal wo. „Radler nehmen immer die Direttissima“, sagt Planungssprecher Walter Zöller. Dass sie einen Umweg nehmen, sei „völlig absurd“. Radler und Fußgänger hätten im Zentrum genug Platz, wenn die Stadt wie geplant die Autos aussperre. Für Taxler soll das Verbot nun auch laut SPD nicht mehr ganz so streng ausfallen.

David Costanzo

Rubriklistenbild: © Haag

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