Überfall auf Chopard

Axtbande: Jetzt sind die Bubi-Räuber enttarnt!

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Das sind die vier Chopard-Räuber, die die eleganten Laden in der Maximilianstraße überfielen. Drei sind 18 Jahre, einer ist 21 Jahre alt. Alle stammen aus Rumänien.

München - Nach dem Überfall auf das Schmuckgeschäft Chopard sind im Februar vier Männer festgenommen worden. Laut Polizei ist die Identität der Täter jetzt geklärt.

Sechs Wochen lang haben die Burschen das Blaue vom Himmel heruntergelogen, gaben sich gegenüber der Polizei mit falschen Pässen als eine Art Kinderbande aus Moldawien und der Ukraine aus – angeblich zwischen 14 und 17 Jahre alt. Alles Quatsch: Die Chopard-Räuber, die am 12. Februar den Laden des Münchner Nobel-Juweliers in der Maximilianstraße mit Äxten und Vorschlaghämmern kurz und klein schlugen und Uhren und Juwelen im Wert von 800 000 Euro raubten, sind enttarnt. Alle vier sind Rumänen. Einer ist 21, die anderen 18 (zur Tatzeit war einer noch 17 Jahre alt). Der Fünfte im Bunde konnte auf der Flucht durch die Altstadt entkommen – mit der Hälfte der Juwelen-Beute im Wert von 400 000 Euro!

Inzwischen scheint sich der Verdacht zu bestätigen, dass es sich hier um einen Coup der weltweit agierenden Pink-Panther-Bande handelt. Unmittelbar nach dem Überfall stoppte die Polizei am Isartor einen schwarzen Leih-BMW, in dem zwei Serben (32 und 27) saßen. Der Ältere der beiden Männer hat nach Erkenntnissen tschechischer Behörden eindeutig Verbindungen zur Pink-Panther-Bande.

Nach Angaben von Uwe Dörnhöfer, stellvertretender Leiter des Kommissariates 33 für Bandenkriminalität, bekam die Polizei vor dem Überfall aus dem Ausland einen Hinweis, dass der Münchner BMW von der Bande gemietet wurde – für einen weiteren Überfall, „angeblich im Ruhrgebiet, nicht in München“.

Die festgenommen Serben schweigen eisern – typisch Pink-Panther. Den eleganten Laden von Chopard spähten sie schon Tage vorher als Kunden getarnt genau aus. Offenbar erkannten Angestellte die Serben später auf Fotos wieder. Auch die vier jungen Räuber – in der Panther-Hierarchie nichts weiter als billige Werkzeuge – waren schon Tage vorher in München. Die Polizei bekam nach der Veröffentlichung der Bilder 27 Hinweise aus der Bevölkerung. Dörnhöfer: „Einige Zeugen haben die jungen Männer im Stadtgebiet, aber auch außerhalb Münchens gesehen.“ Die Serben schlüpften in einer Wohnung in der Boschetsrieder Straße unter. Die Behausung der Räuber ist unbekannt. Die Ermittlungsgruppe Chopard (089/2910-0) bittet um Hinweise.

Dorita Plange 

Bilder des Überfalls

Bilder: Luxus-Juwelier an der Maximilianstraße überfallen

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