Razzia in Pasing Arcaden: Mehrere Schwarzarbeiter

München - In der vergangenen Woche sind den Münchner Zöllnern bei einer Kontrolle der Pasing Arcaden neben dem Bahnhof mehrere illegale Arbeiter ins Netz gegangen.

Auf der Baustelle überprüften die Beamten 26 dort beschäftigte Firmen und 76 Arbeitnehmer. Das Ergebnis: Vier Unternehmen weisen Unregelmäßigkeiten auf.

Ein kroatischer Arbeiter hatte keine Aufenthaltserlaubnis. Gegen ihn ist ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Neun Polen besaßen keine Arbeits­genehmigung. Davon haben acht unter dem Deckmantel der Scheinselbstständigkeit auf der Baustelle gearbeitet. Ein Pole hatte seine Firma gar nicht angemeldet.

Bei vielen Beschäftigten vermuten die Zöllner zudem, dass der gesetzliche Mindestlohn unterschritten wurde. Diesen hat die Politik auf 12,95 Euro die Stunde festgelegt. Insgesamt wurden zwar nur zehn Prozent der Arbeiter überprüft, trotzdem kann der Münchner Zoll bei dieser Kontrolle einen Erfolg verbuchen.

Die Beamten rechnen damit, dass sich auf der Baustelle weitere Schwarzarbeiter und illegal Beschäftigte aufhalten. Die Überprüfung dauerte einen ganzen Tag. Dem Bauträger drohen nun drastische Konsequenzen.

tz

Rubriklistenbild: © dpa

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