Razzia bei Prügel-Opfer

Polizei filzt Wohnung von Tamara

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Faustschlag-Opfer Tamara (23) erlitt mehrere Brüche

München - Razzia in der Wohnung des Prügel-Opfers: Um 6.11 Uhr am Freitagmorgen standen sechs Polizisten und ein Staatsanwalt vor dem Apartment von Tamara (23).

Sie hatten einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts München dabei. Die Beamten beschlagnahmten ihr Handy, weil darauf Fotos von ihren Verletzungen gespeichert waren, die ihre massiven Gesichtsverletzungen dokumentieren. Diese hatte ihr ein Polizist am 20. Januar mit mindestens einem Faustschlag zugefügt.

Die Polizisten stellten am Freitag zudem verschiedene Gegenstände sicher. „Es war auch ein angeblicher Brocken Haschisch darunter, der sich aber noch vor Ort als ein Leckerli für den verstorbenen Hund meiner Mandantin herausstellte“, sagt Anwalt Franz J. Erlmeier.

Nach der Durchsuchung wurde das Prügel-Opfer ins Institut für Rechtsmedizin gebracht. Hier musste Tamara eine Haarprobe abgeben. „Diese Maßnahmen waren ausgerichtet, um Beweise zu sichern und einen eventuellen Drogenkonsum der Frau nachweisen zu können“, erklärte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch.

Der Besuch der Polizei vom Freitag war nicht der erste in dieser Woche. Bereits am Faschingsdienstag, so Anwalt Erlmeier, waren acht Beamte in der Wohnung aufgetaucht. „Sie waren von einem Nachbarn alarmiert worden, weil dieser Hilferufe gehört hatte“, bestätigt Polizeisprecher Reinhold Bergmann. „Keiner aus dem Haus meiner Mandantin hat zum fraglichen Zeitpunkt irgendwelche Hilferufe vernommen“, sagt hingegen Anwalt Franz J. Erlmeier. „Die Durchsuchung vom Freitag zielt nur darauf ab, meine Mandantin in die Drogenecke zu stellen.“

JAM

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