Frauenpower

Ice Cross Downhill ein reiner Männersport? Von wegen!

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Dallas Robbins (links) und Salla Kyhälä (rechts).

Rasante Geschwindigkeit, Bodychecks und blaue Flecken: Ice Cross Downhill ist nichts für zart Besaitete. Aber wer denkt, dass sich nur Herren auf die Strecke wagen, täuscht sich. Wir stellen die weiblichen Stars der Szene vor.

Sie kommen, ähnlich wie die männlichen Athleten, aus verschiedensten Disziplinen: Eiskunstlauf, Snowboard, Eishockey oder Ringette, einer Form des Eishockeys, die speziell für Frauen erfunden wurde. Ice Cross Downhill ist längst nicht mehr ein reines Männer-Domizil, denn es gibt nun auch offizielle Wettkämpfe für Frauen. In Edmonton, Canada fand 2015 bereits die achte "

Red Bull Crashed Ice

for women" statt. 

Die entschlossensten Sportlerinnen wagen sich sogar zusammen mit den männlichen Stars auf den Track

Ice Cross Downhill-Experte Claudia Calouri meint, dass die Frauen in der Szene immer mehr zur echten Konkurrenz für die Herren werden. "Zuerst haben manche Leute die Frauen auf der Eisbahn belächelt, aber sie nehmen es immer ernster. Für niemand ist es anfangs leicht, sich in den Ice Track zu stürzen. Aber die Frauen gewinnen immer mehr an Erfahrung und machen das beste daraus."

Die weiblichen Athleten brauchen sich also nicht vor den Herren der Schöpfung zu verstecken. So zum Beispiel Salla Kyhälä aus Finnland, die bereits in Helsinki gegen die männliche Konkurrenz angetreten ist. Hier stellen wir Ihnen einige weibliche Stars der Szene vor, die teilweise auch beim Red Bull Crashed Ice am 8. und 9. Januar im Münchner Olympiapark am Start sind.

Red Bull Crashed Ice: Das sind die weiblichen Superstars der Szene:

Salla Kyhälä, Finnland

Salla Kyhälä.

"Ich bin dieses Jahr gegen die Männer gefahren, um Erfahrung zu gewinnen", meint die 31-jährige Finnin Salla Kyhälä, die 2011 in Quebec den ersten Platz erreichte. In den Jahren 2012 und 2013 erzielte sie den zweiten Platz. Darauf möchte sie für die Zukunft aufbauen: "Es ist hart, gegen die Männer anzutreten, weil sie stärker sind, aber es ist eine tolle Erfahrung. Ich liebe diesen Sport. Nach jedem einzelnen Rennen habe ich ein Lächeln auf den Lippen. Die Frauen werden jedes Jahr besser", meint die Sportlerin, die auch Mitglied der finnischen Ringette-Nationalmannschaft ist. Salla Kyhälä wird in München beim Red Bull Crashed Ice antreten.

Dallas Robbins, Kanada

Dallas Robbins (links) und Salla Kyhälä (rechts).

Auch diese Athletin kommt aus dem verwandten Ringette-Sport, und zwar aus de Spitzenklasse der kanadischen Nationalmannschaft. In Quebec bei der Red Bull Crashed Ice erreicht sie immerhin den 32. Platz. Sie ist motiviert, ihr Bestes zu geben: "Es ist ein fantastischer Sport für Frauen und wird von Jahr zu Jahr besser." In München am 8. und 9. Januar tritt sie leider nicht an.

Alice Zenz, Österreich

Alice Zenz.

Die 32-jährige Physiotherapeutin Alice Zenz aus Sankt Pölten nimmt sich jedes Jahr seit 2010 frei, um bei der Red Bull Crashed Ice in Quebec teilzunehmen. "Es ist der beste Sport überhaupt", meint Zenz, die 2011 den Damen-Wettbewerb in Valkenburg (Niederlande) gewonnen hat. In Canada wurde sie fünfter im Jahre 2010. "Es gibt nichts auf der Welt, das sich besser anfühlt, als oben auf einem Ice Track zu stehen und nach dem Start vor einem riesigen Publikum die Strecke hinunterzurasen", meinte sie vor dem Rennen in Edmonton, Kanada. Die Österreicherin wird auch bei der Red Bull Crashed Ice in München den Ice Track hinunterjagen.

Tamara Kajah, Kanada

Tamara Kajah.

Bereits im zarten Alter von drei Jahren erlernte Tamara Kajah aus Ancaster, Kanada das Skifahren. Über das Snowboarden und Eishockey gelangte die 1991 geborene Supersportlerin zum Ice Cross Downhill. Es dauert nicht lange, da findet sich die Kanadierin auf dem Podium – 2015 landet sie sowohl beim Rennen in St. Paul als auch bei der WM in Edmonton auf dem 3. Platz. Zum Red Bull Crashed Ice kommt Tamara auch über ihre Freundin und Ice Cross Downhill Racerin Jacqueline Legere. Beide werden in München am 8. und 9. Januar zu sehen sein. Tamara Kajahs Ziel für die aktuelle Wintersaison: „Meine Ergebnisse aus dem letzten Jahr verbessern. Angesichts der vielen Ladies, die auf höchstem Level Gas geben, keine leichte Aufgabe."

Jaqueline Legere, Kanada

Jaqueline Legere (links) und Tamara Kanjah (rechts).

2015/16 startet Jaqueline Legere bereits in ihre fünfte Red Bull Crashed Ice Saison. Ein Blick auf Jacquelines andere sportliche Leidenschaften verrät, warum ihr die Action, die Intensität und das Hochgefühl, welches das Ice Cross Downhill verspricht, derart zusagen: Die Kanadierin ist nicht nur aktiv im Motocross, Mountainbiken, Wakeboarden, Skydiven und beim Fußball, sie verdient außerdem ihren Lebensunterhalt als professionelle Stuntfrau für Film und Fernsehen.

Junko Yamamoto, Japan

Junko Yamamoto

Im Alter von sieben Jahren beginnt Junko Yamamoto mit dem Eishockey – ein Sport, der Junko Yamamoto liegt. Schon bald spielte Junko in der ersten japanischen Frauen Ice Hockey Liga. Vom Red Bull Crashed Ice sieht und hört sie erstmals im Fernsehen. Sofort packt sie die Neugier, die schließlich in ihrer Anmeldung zum Quali-Event 2010 in Japan mündet. Dort belegt die junge Japanerin prompt den 1. Platz. Wie die quirlige Japanerin aus Hokkaido wohl dieses Jahr in München abschneiden wird? Wenn Junko nicht im Eiskanal unterwegs ist, arbeitet sie übrigens in Japan bei einem lokalen TV-Sender als Eishockey-Reporterin.

Red Bull Crashed Ice in München: Themenseite und die wichtigsten Fakten

Alle Infos zum Event in München finden Sie auf unserer Themenseite zu Red Bull Crashed Ice. Wir haben bereits die wichtigsten Fakten zu Red Bull Crashed Ice in München zusammengestellt.

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