Regenschirm-Attacke: 19-Jährige verteidigen Opfer

München - Couragierte Passanten haben einen 25-Jährigen vor einem Schläger verteidigt. Dieser hatte den jungen Mann Fäusten und einem Regenschirm angegriffen.

Ein 46-jähriger gebürtiger Frankfurter hatte den 25-Jährigen am 6. Januar um 7.30 Uhr vor dem Eingang zum Münchner Ostbahnhof mit Faustschlägen und Regenschirmhieben attackiert.

Der Täter hatte zuvor die Begleiterin des späteren Opfers um eine Zigarette angebettelt. Mit der ablehnenden Antwort gab sich der Mann jedoch nicht zufrieden. Er bedrängte die Frau weiterhin, und selbst als der 25-Jährige ihn aufforderte, sie in Ruhe zu lassen, ließ der Aggressor von ihr nicht ab. Anschließend ging er auf deren Begleiter los, brüllte ihn an und schlug mit Fäusten und einem Regenschirm auf ihn ein.

Als das Opfer in die Bahnhofsvorhalle flüchtete, um dort Schutz zu suchen, folgte ihm der Schläger. Er drückte den Mann an die Glasfassade, schlug auf ihn ein und stieß ihn zu Boden. Erst zwei couragierte Passanten konnten den Täter zurückhalten. Die beiden 19-jährigen Münchner zogen den Schläger von seinem Opfer weg und hielten ihn fest, bis die von einem weiteren Zeugen benachrichtigten Bundespolizisten eintrafen und ihn festnahmen.

Der auf diese Weise vor Schlimmerem bewahrte 25-Jährige aus dem Landkreis München sagte gegenüber der Bundespolizei aus: „Ich bin heilfroh, dass es solch couragierte Bürger gibt, die mich hier aus dieser Situation gerettet haben. Ohne deren Hilfe hätte ich furchtbar alt ausgesehen. Ich kann mich nur bedanken“.

Den Täter erwartet nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein Alkoholtest ergab bei ihm einen Wert von 1,4 Promille.

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