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Reise-Chaos am Hauptbahnhof

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Wegen der Zugausfälle zwischen München und Berlin bildete sich am Infoschalter der Bahn im Hauptbahnhof eine lange Warteschlange. © Kurzendörfer

München - Riesen-Chaos im Weihnachtsverkehr der Bahn: Auf der Strecke Berlin-München fällt bis Sonntag jeder zweite ICE aus!

Dabei wollen jetzt viele Münchner, die aus dem Osten stammen, nach Hause zu ihren Lieben. Laut Bahn haben Schnee, Eis und Kälte, der vergangenen Tage viele Züge außer Gefecht gesetzt. So seien am Fahrzeugboden der Züge montierte Wasser- und Abwasserleitungen aufgeplatzt. Diese Leitungen seien nur so isoliert, dass sie bei bis zu maximal 20 Grad Frost nicht einfrieren. Ein Bahnsprecher: „Die Fahrzeuge sind nicht so gebaut, dass sie diesen sibirischen Temperaturen standhalten.“

Hauptbahnhof München: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

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Auch seien Züge reihenweise kaputtgegangen, „weil der trockene Pulverschnee durch die Lüftungsgitter in die Fahrzeuge flutscht und dabei die elektrischen Bauteile in Mitleidenschaft ziehen kann“. Problematisch ist die geringe Fahrzeugreserve bei den ICE T-Neigetechnik-Zügen, die auf der Strecke Berlin-München unterwegs sind. Die Achsen müssen in kurzen Abständen per Ultraschall untersucht werden und sind häufig in der Werkstatt. Die jetzigen Störungen seien nicht auszugleichen. Statt jede Stunde fährt jetzt nur alle zwei Stunden ein ICE zwischen München und Berlin. Die Zugausfälle bedeuten nicht nur längere Wartezeiten, sondern auch Enge in den Waggons.

Außerdem wird zwischen Nürnberg und Leipzig statt zwei mal vier mal gehalten. Fahrgäste, die erst eine Stunde später als geplant reisen können, erhalten von der Bahn 25 Prozent des Fahrpreises zurück, bei zwei Stunden sind es 50 Prozent. Wer wegen der Zugausfälle von der Reise zurücktritt, bekommt den Fahrpreis komplett erstattet, das gilt auch für verfallene Platzreservierungen.

tz

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