"Unglaublich positives Signal"

Nach Flüchtlingshilfe: OB Reiter stolz auf die Münchner

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Münchens OB Reiter am Tag als die Flüchtlinge ankamen. Er ist stolz auf die herausragende Leistung der Münchner.

München - Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter ist stolz auf die Bürger seiner Stadt. Sie haben gezeigt, wie man sich auch Verhalten kann, um die Flüchtlinge zu begrüßen.

Nach dem großen Ansturm von Flüchtlingen am Münchner Hauptbahnhof, hat OB Dieter Reiter (SPD) die Welle der Hilfsbereitschaft als „herausragend“ bezeichnet. Im Interview mit dem Münchner Merkur sprach Reiter von einem „unglaublich positiven Signal, das aus München um die Welt ging“. 

Er habe auch nicht den Eindruck, dass die Stimmung in der Bevölkerung bei einem weiteren Zustrom an Asylbewerbern kippen könnte: „Die Münchner haben auf diese Frage am Dienstag eine eindeutige Antwort gegeben.“ Von der Bundesregierung erwarte er dennoch, dass sie ihr Gewicht in die Waagschale werfe, um eine gleichmäßigere Verteilung und einheitliche Betreuungsstandards innerhalb Europas zu erreichen. 

Bis 2030 steigt Einwohnerzahl auf 1,8 Millionen an

Unabhängig von der Flüchtlingskrise sprach sich der OB für eine Wohnungsbauinitiative in der stark wachsenden Metropole München aus: „Ich bin der Meinung, dass wir hier aufmörteln müssen – insbesondere bei bezahlbarem Wohnraum.“ Die Stadt baut derzeit pro Jahr etwa 8000 Wohnungen. Prognosen zufolge soll München bis 2030 etwa 1,8 Millionen Einwohner beherbergen. 

Derzeit leben in München 1,5 Millionen Menschen. Der bayerischen Landeshauptstadt stehen neben dem Wohnungsbau Milliarden-Investitionen im Schulbereich bevor. Geld ist indes vorhanden, erst diese Woche verkündete der Stadtkämmerer ein neues Rekordhoch bei den Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 2,33 Milliarden Euro.

S-Bahn-Stammstrecke "ein Verdrussthema"

Dass sich der Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke zur Entlastung des innerstädtischen Personennahverkehrs weiter verzögert, bezeichnete Reiter als „ein Verdrussthema erster Güte“. Münchens Stadtoberhaupt übte in diesem Zusammenhang deutliche Kritik an der Bahn. Die Zusammenarbeit von Schwarz und Rot im Münchner Rathaus hält Reiter nach knapp eineinhalb Jahren Großer Koalition für „durchaus professionell“. 

Zuvor regierte in der bayerischen Landeshauptstadt 24 Jahre lang ein rot-grünes Bündnis. Reiter: „Mein Ziel ist auch weiterhin, die wichtigen Entscheidungen für München mit einer möglichst breiten Mehrheit zu beschließen.“

mm

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