Fragen nach der Mobilität der Zukunft

OB Dieter Reiter über Mitsprache der Bürger: „So viel Beteiligung wie noch nie“

Gemütliche Bühne: OB Dieter Reiter antwortete auf dem Marienplatz auf Fragen zur Mobilität.
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Gemütliche Bühne: OB Dieter Reiter antwortete auf dem Marienplatz auf Fragen zur Mobilität.

Mehr und sichere Infrastruktur für den Radverkehr, zuverlässiger, klimaneutraler und preiswerter öffentlicher Nahverkehr, Digitalisierung und eine stärkere Beteiligung an politischen Prozessen – das wünschen sich Jugendliche und junge Erwachsene bei der Frage nach der Mobilität der Zukunft. Das wurde bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der IAA Mobility auf dem Marienplatz deutlich.

An dem Gespräch nahm unter anderem Münchens OB Dieter Reiter (SPD) teil. Die Wünsche der Jugend nehme er ernst, der Stadtrat habe erst unlängst ein Mobilitätskonzept beschlossen, das all diese Wünsche aufgreife. Es werde dazu in den nächsten zwölf Monaten breite Diskussionen geben, bei denen alle Jugendlichen, die sich beteiligen wollen, Gehör fänden. „So einen breiten Beteiligungsprozess gab es hier noch nie.“

Natürlich dauere das seine Zeit, gab der OB zu, aber es gelte eben auch, verschiedene Interessen in Einklang zu bringen. In München gebe es schließlich rund 770 000 Fahrzeuge, Tendenz steigend. Das diskutiere man nicht weg. Und: „Wenn wir den einen etwas geben wollen, dann müssen wir anderen etwas nehmen.“

Geben müsse im Übrigen auch der Bund: und zwar Geld. Reiter sagte, er könne sich ein 365-Euro-Ticket für alle sehr gut vorstellen, gar einen kostenlosen ÖPNV. „Doch wo nehme ich die eine Milliarde dafür her? Wenn der Bund sagt, er finanziert das, bin ich sofort dabei.“

Generell nehme er wahr, dass die Münchner bereit seien für die Mobilitätswende. Die Bürger wollten ihre Stadt zurück, „Die Menschen wollen die Stadt zum Leben und nicht, um das Auto spazieren zu fahren.“

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