Keiner mag Reiter (SPD) und Schmid (CSU)

OB-Kandidaten sinken in der Wählergunst

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Diese Werte sprechen Bände: Die beiden Kandidaten für die Ude-Nachfolge sinken in der Wählergunst immer weiter.

München - Wer folgt auf Oberbürgermeister Christian Ude (SPD)? Die Wahl rückt näher, es sind keine zehn Monate mehr - und scheinbar mag keiner Udes Kandidaten!

Wer folgt auf OB Christian Ude (SPD)? Die Wahl rückt näher – jetzt sind es keine zehn Monate mehr bis zur spannendsten Abstimmung seit Jahrzehnten. Die Spitzenkandidaten präsentieren sich von ihrer besten Seite. Da sollten Dieter Reiter (SPD) und Josef Schmid (CSU) doch immer beliebter bei den Bürgern werden? Von wegen: Keiner mag unsere OB-Kandidaten!

Nach einer neuen Umfrage verlieren beide deutlich an Boden: Ihre Sympathiewerte rutschen beständig ab. Sie liefern sich zwar ein Kopf-an-Kopf-Rennen – aber im Rückwärtsgang an die Macht!

Am stärksten verliert CSU-Mann Schmid: Zwar steigt er in der Bekanntheit von 35 Prozent im Oktober 2012 auf jetzt 39 Prozent. Aber nur noch 14 Prozent der Münchner finden ihn sympathisch, 19 Prozent nicht. Das sind die schlechtesten Werte seit drei Jahren! Ob Schmid der brillante Auftritt mit Gattin Natalie bei seiner Kür vor einer Woche nützt, wird sich zeigen. Die Umfrage des ­mifm-Instituts mit 403 Teilnehmern fand davor statt, vom 11. April bis 8. Mai.

Reiter (SPD, l.) und Schmid (CSU) schmieren in der Wählergunst ab

Nur wenig milder sind die Münchner mit SPD-Kandidat Reiter: Auch er klettert in der Bekanntheit mühsam von 18 auf 21 Prozent. Auch er sinkt in der Beliebtheit. 13 Prozent aller Münchner halten ihn für sympathisch, vier Prozent für unsympathisch. Das sind die schwächsten Zahlen seit einem Jahr, wobei der Wirtschaftsreferent erst seit zwei Jahren abgefragt wird. Schwacher Trost: Drei von vier Reiter-Kennern finden ihn gut, bei Schmid überwiegen dagegen die Missgünstigen – wie auch bei CSU-Bezirkschef und Kultusminister Ludwig Spaenle und FDP-OB-Kandidat Michael Mattar. Alle anderen abgefragten Politiker schneiden positiv ab. Allen voran der OB mit 72 Prozent Sympathisanten und 16 Prozent Abgeneigten – für Ude kein überragender Wert, aber wieder über zehn Punkte besser als beim Umfrage-Schock vor einem Jahr (tz berichtete).

Nicht abgefragt wurde Grünen-Kandidatin Sabine Nallinger, weil sie weder Fraktionschefin noch Stadtvorsitzende ihrer Partei ist. In anderen Umfragen von SPD und der tz kommt sie auf 20 und 15 Prozent – etwa halb so viel wie Reiter und Schmid. In der Rathaus-Umfrage gibt es nur die Frage nach der Parteiensympathie: Dort liegen die Grünen zwar traditionell auf Augenhöhe mit SPD und CSU – in der neuesten Umfrage aber gehen sie durch die Decke. 37 Prozent finden die Grünen gut, CSU und SPD kommen auf 30 Prozent.

DAC

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