Retro-Riese: Michael Kiwanuka im Ampere

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Michael Kiwanuka (Archivfoto)

München - Michael Kiwanuka ist nach einhelliger Meinung der britischen Musik-Journaille der Newcomer des Jahres. Am Sonntag gastierte er im Ampere.

Nach dem Konzert im ausverkauften Ampere steht Michael Kiwanuka gut gelaunt am Verkauftstresen, lässt sich mit Fans ablichten, signiert T-Shirts und Platten. CDs verkauft er nicht. Das passt nicht in die Zeit der Musik, der er sich verschrieben hat.

Bis hin zu den Verstärkern auf der Bühne ist alles retro, und zwar im positiven, im authentischen Sinne. Kiwanuka zelebriert den Soul der späten 60er und frühen 70er. Zwischendurch schrammelt er lässig in Hendrix-Manier auf seiner E-Gitarre und jammt mit den Kollegen. Kaum zu glauben, dass dieser Typ erst Mitte 20 ist – so reif, wie er sich anhört.

Was dieses Konzert zum Erlebnis macht, ist noch nicht mal seine wunderbar samtene Stimme, die etwa bei Home Again oder I Won’t Lie noch gefühlvoller klingt als auf Album. Nein, es ist Michael Kiwanukas mitreißende Lust am Spiel. Und so lässt einen Michael Kiwanuka am Ende mit diesem wohligen Gefühl heimgehen, etwas Einmaliges erlebt zu haben.

Thierry Backes

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