Supermarkt-Kette reagiert zerknirscht

Rewe: Kundin aus München findet skurrile „Rarität“ - „Ob ich das zu ‚Bares für Rares‘ bringen sollte?“

Eine Rewe-Filiale: Eine Kundin aus München machte am Dienstag eine seltene Entdeckung im Rewe-Regal. (Symbolbild)
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Eine Kundin aus München machte am Dienstag eine seltene Entdeckung im Rewe-Regal.

Eine Kundin aus München staunte am Dienstag nicht schlecht, als sie ihre Einkäufe zu Hause in das Regal räumte. Die Supermarktkette reagiert auf die Beschwerde.

München - Die Pandemie bricht aus. Es kommt die erste Welle und schließlich die zweite Welle...Weihnachten im Lockdown... Ein Artikel aus München verbringt derweil zwei Jahre im Rewe-Regal. Vermutlich steht das Produkt sogar noch länger im Discounter: ein Überbleibsel lang vergessener Zeiten. Als eine Münchnerin das Produkt in aller Eile in ihren Einkaufkorb packt, ahnt sie davon noch nichts. Umso größer ist die Überraschung zuhause, beim Blick auf das Etikett.

„Da kauft man etwas in Eile bei @REWE_Supermarkt ein und kauft ein Produkt, welches offensichtlich ein ziemlicher Ladenhüter ist“ berichtet die Kundin verärgert auf Twitter und zeigt auf einem Foto das Mindesthaltbarkeitsdatum des Produkts: 21.06.2019. „Ja, ich weiß, es heißt ‚mindestens haltbar‘, aber das ist schon krass lang drüber.“ Ein asiatisches Bio-Produkt sei es gewesen, auf jeden Fall etwas, das sich nicht sonderlich lang halte. Sie sehe nicht ein, ein teures Bio-Produkt für den vollen Preis zu kaufen, wenn es über eineinhalb Jahre abgelaufen ist.

Fast schon antike Entdeckung im Rewe-Regal: „Ich überlege, ob ich es zu ‚Bares für Rares‘ bringen sollte.“

Andere Twitter-Nutzer pflichten der aufgebrachten Rewe-Kundin in ihrem Ärger bei: „Boah, hoffe du nimmst im Gegensatz zu mir Kassenzettel mit, das Datum ist peinlich für die Angestellten.“ Ein anderer Herr merkt scherzhaft an „Naja, zumindest sind alle infrage kommenden Keime an Altersschwäche gestorben und es ist garantiert Corona-frei. Ist doch was!“ Auch die betroffene Münchnerin scheint ihren Humor nicht ganz verloren zu haben und antwortet: „Ich überlege, ob ich es zu „Bares für Rares“ bringen sollte.“

Schließlich meldet sich auch der Discounter selbst zu Wort und entschuldigt sich bei der enttäuschten Kundin. So etwas entspreche selbstverständlich nicht dem Anspruch an Qualität und Frische: „Es tut uns sehr leid, dass das Produkt seit zwei Jahren abgelaufen ist. ... Wende dich zur Klärung des Ganzen gern noch einmal direkt an den Markt, damit eine Lösung gefunden werden kann.“

Wie viel die „Rewe-Antiquität“ der Münchnerin wert ist, bleibt ungeklärt.

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