Bewohner sauer auf Gewofag

Riemer Mieter zwei Jahre ohne heißes Wasser

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Auch Bornia Hannachi ist betroffen

München - Wenn das Stichwort Gewofag fällt, dann steigt vielen Bewohnern eines Häuserblocks in der Messestadt Riem die Zornesröte ins Gesicht: Die Mieter müssen weiterhin ohne heißes Wasser auskommen.

In ihren erst im März 2011 bezogenen Wohnungen gibt es kein heißes Wasser – jetzt schon den zweiten Winter nicht. Sie fühlen sich von dem städtischen Unternehmen, das die Wohnungen betreut, im Stich gelassen.

Die Bewohner des Blocks warten immer noch auf heißes Wasser

Wenn Roxana Jankowska (29) ihre drei Kinder baden will, fährt sie von der Georg-Kerschensteiner-Straße nahe der Messe nach Neuperlach zu ihrer Tante. Dort gibt es das, was sie in ihrer zwei Jahre alten Wohnung schmerzlich vermisst: warmes Wasser. „Ich dusche kalt“, sagt der Vater der drei bis sieben Jahre alten Kinder. „Aber für die Kinder geht das nicht.“ Manchmal lauwarm, manchmal eiskalt komme das Wasser aus dem Hahn, berichtet die Familie. Der Warmwasserzähler läuft immer mit. „Und wenn mal heißes Wasser kommt, geht die Heizung nicht.“

Im ganzen Komplex seien 91 Wohnungen betroffen, bestätigt die Gewofag. Seit Anfang Februar hängt ein Zettel der Gesellschaft im Treppenhaus. „Uns ist die Problematik mit dem Warmwasser bekannt. Wir bemühen uns, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden“, heißt es da. Das berichtet der Münchner Merkur.

Gewofag-Sprecher Peter Scheifele bedauert, dass sich das Problem schon so lang hinzieht. Man gehe davon aus, dass der Wärmetauscher defekt sei. Dieses Gerät übernimmt die Energie eines Fernwärmenetzes der Stadtwerke und speist sie in die hausinterne Heizungs- und Warmwasseranlage ein. Eigentlich ein ökologisches Vorzeigeprojekt: Die Fernwärme stammt aus einem umweltfreundlichen Geothermie-Kraftwerk östlich der Messe, den im Winter ein Gasheizwerk zugeschaltet wird. Doch in den 91 Wohnungen an der Georg-Kerschensteiner-Straße kommt die Öko-Wärme nicht an.

Warum das seit dem vergangenen Winter bekannte Problem „über einen längeren Zeitraum nicht angegangen wurde“, vermag Scheifele nicht zu sagen.

pts

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