Riesen-Ärger um Take-That-Tickets

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Nicole Feser hat Karten, mit denen sie nicht zu Robbie ins Stadion darf

München - Kreischalarm! Am Freitag rockt Frauenschwarm Robbie Williams mit seinen Take-That-Kollegen das Olympiastadion. Zum Kreischen ist auch: Hunderte Fans werden trotz teurer Karten nicht reinkommen.

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Es ist das letzte Konzert ­ihrer Comeback-Tour Progress Live. Bisher schreien aber nicht die weiblichen Fans vor Ekstase, sondern die betrogenen Fans vor Empörung. So auch Nicole Feser (40): Sie kaufte für sich und ihren Freund zwei Sitzplatzkarten über die Plattform Viagogo – für schlappe 384,10 Euro. „Wir haben uns schon lange auf dieses Konzert mit einer unserer Lieblingsbands gefreut“, sagt sie. Aber daraus wird nichts, denn sie und ihr Freund kommen nicht rein – und so wird es am Freitag hunderten Fans ergehen!

Robbie Williams: Karriere - Absturz - Comeback

Robbie Williams: Karriere - Absturz - Comeback - Papa

Karriere von Popstar Robbie Williams
1990 entdeckte die Mutter von Robbie Williams eine Anzeige, in der Mitglieder für eine Boygroup gesucht wurden. So schaffte Robbie den Einstieg bei der britischen Boygroup Take That. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Frontsänger der Band war Gary Barlow. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Robbie war mehr der Spaßvogel innerhalb der Gruppe. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Im Jahr 1995 dann der Schock für die Fans: Robbie Williams verlässt Take That. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Ein halbes Jahr später trennte sich dann auch die restliche Gruppe. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Robbie Williams machte nach seinem Ausstieg aus der Boyband solo weiter, ist aber anfangs wenig erfolgreich. Die Singles seines Albums „Life Thru a Lens“ floppten. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Robbie widmete sich mehr und mehr seinen Drogen- und Alkoholexszessen und musste in eine Entzugsklinik eingeliefert werden. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Seine Solokarriere schien bereits zu Ende, doch seine Single „Angel“ aus dem Jahr 1997 wurde ein großer Erfolg. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Seither wurde Robbie Williams jährlich mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Unter anderem bekam er zahlreiche Brit Awards (hier verliehen von Spicegirl Geri Halliwell), MTV Europe Music Awards und den Echo. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Für eine Kampagne zur Aufklärung über Brustkrebs, stellte sich Robbie mit Brüsten vor die Kamera. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Das zweite Album „I‘ve Been Expecting You“, landete sofort auf Platz eins der britischen Charts. Auch in Europa war es erfolgreich. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
„Sing When You‘re Winning“ aus dem Jahr 2000 wurde sein Erfolgsalbum und machte ihn endgültig zum internationalen Superstar. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Auch andere bekannte Künstler waren mit auf dem Album. Beispielsweise Kylie Minogue beim Duett „Kids“. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Robbie wird in die Reihe von Madame Tussaud‘s Wachsfiguren in London aufgenommen. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Im Jahr 2001 sang er für den Film „Bridget Jones“ eine Neuauflage von Frank Sinatras „Have You Met Miss Jones?“. Inspiriert von dieser Swing-Nummer nahm Robbie ein komplettes Album mit Swing-Klassikern auf. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Die Single „Somethin‘ Stupid“ mit Nicole Kidman und das gesamte Album  „Swing When You‘re Winning“ werden wieder ein großer Erfolg. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Mit seinem Swing-Album schaffte Robbie Williams endgültig den Imagewechsel vom Boygroup-Mitglied zum international anerkannten Sänger. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Williams Konzerte in den größten Konzertstadien Europas waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Mit spektakulären Auftritten bei seinen Tourneen begeisterte er die Fans (hier im Münchner Olympiastadion im Jahr 2003). © dpa
Unterdessen feiert Take That im Jahr 2005, nach fast 10 Jahren Trennung, ihr Comeback - ohne Robbie Williams. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Er bleibt weiter auf Solopfaden. Sein Dance/Electro-Album „Rudebox“ aus dem Jahr 2006 verkauft sich allerdings schlechter als die Platten davor. Das neue Album seiner alten Band Take That übertrifft seine Verkaufszahlen bei weitem. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Danach wird es ruhiger um den Star (hier mit seiner Rottweilerdame Missy). © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
2007 kommt er wegen Tablettensucht erneut in eine Entzugsklinik. © dpa
Nach zwei Jahren Pause hat sich Robbie im Jahr 2009 wieder gefangen. © dpa
2010 dann der Paukenschlag: Robbie stieg wieder bei Take That (Archivfoto) ein. © dpa
Nach mehr als 15 Jahren feiert die Boygroup ihr Comeback in Originalbesetzung. © dpa
Im gleichen Jahr heiratet er die türkisch-US-amerikanische Schauspielerin Ayda Field © dpa
Im September 2012 kommt Töchterchen Theodora „Teddy“ Rose zur Welt. © dpa
Im November 2012 erscheint sein neues Solo-Album "Take the Crown" © dpa

Die Verkaufsplattform Viagogo verlangt für die Bearbeitung satte 64 Euro und verspricht auf ihrer Homepage Sicherheit und Garantie. Von wegen! Unzählige Fans bekamen jetzt von Betrügern Tickets mit falschen Namen – bis zu 1000 Euro verlangen sie pro Stück. Ins Stadion kommt aber nur, wer beim Einlass Ticket und den richtigen Personalausweis vorzeigen kann. „Dass auf unseren Tickets falsche Namen draufstanden, habe ich erst gar nicht bemerkt. Und ich kann die Tickets nicht mal umschreiben lassen“, beschwert sich Nicole Feser.

Kein Einzelfall: Auch bei den Konzerten in Hamburg und Düsseldorf wurden die Fans geprellt. Daher klagt der Tourveranstalter MCT. „Viagogo und jeder, der seine Karten über diese Plattform verkauft, verstößt gegen die AGB“, so eine Sprecherin der MCT. Bereits im Dezember 2010 hatte das Hamburger Landgericht der Plattform verboten, die personalisierten Tickes anzubieten und forderte Viagogo auf, die Take-That-Fans vor den ungültigen Tickets zu warnen. Aber Viagogo missachtet das Urteil bis heute. Warum der Kartenhandel trotz gesetzlichen Verbots noch immer nicht gestoppt wird, wollte die Viagogo-Sprecherin Nia Evans nicht erklären.

Über die einzige Telefonnummer des Unternehmens erreicht man nur einen Computer. Einziger Trost: Viagogo bietet allen Kunden, die Take-That-Tickets auf ihrer Website gekauft haben und keinen Zugang zum Konzert hatten, eine volle Rückerstattung des Ticketpreises an. Die erforderliche Bestätigung können die verärgerten Fans am Freitag ab zwölf Uhr an den Ständen mit der Aufschrift „trouble shooting“ am Stadion abholen.

Ab 15 Uhr können noch Karten an der Abendkasse gekauft werden. „Mir ist die Lust aufs Konzert vergangen. Von der Erstattung kaufe ich mir jetzt lieber ein Dirndl“, sagt Nicole Feser.

Ramona Linter

Robbie-Mania in München

Eigentlich sind’s ja bloß fünf Burschen – aber die machen hunderttausende Leute narrisch. München im Take-That-Fieber! Vor allem sind sie heiß auf Robbie Williams, den Superstar der Gruppe. Beim Konzert am Freitag im Olympiastadion werden 65 000 Zuschauer erwartet.

Wobei: Die Robbie-Mania wird ja nicht erst Freitagabend ausbrechen, sondern schon heute – nämlich bei der Deutschlandpremiere von Cars 2 im Mathäser in der Bayerstraße (siehe auch Seiten 20 und 21 dieser Ausgabe). Williams, der den Titelsong „Collisions of Worlds“ geschrieben hat, gibt sich die Ehre und schreitet über den roten Teppich. Danach dann schön gemütlich nächtigen (Williams logiert natürlich im Bayerischen Hof).

Kraft tanken für Freitag, für das große Konzert!

Tatsächlich erwartet uns da bei der Take-That-Show eine Mega-Veranstaltung. Seit Sonntag läuft der Aufbau der bombastischen Bühne im Olympiastadion. In Spitzenzeiten werkeln bis zu 300 Mann daran. Am Abend selber ist sowieso Vollgas angesagt – übrigens auch in Sachen Ordnungskräfte. Hundert zusätzliche Polizisten, außerdem jede Menge privates Sicherheitspersonal.

Dazu kommen Sanitäter – die Johanniter planen mit 120 ehrenamtlichen Ärzte und Sanitätern für einen elfstündigen Großeinsatz. Die MVG setzt zusätzliche Züge ein, damit die Leute einigermaßen entspannt nach Hause kommen. Wobei: Nach Hause? Muss das sein? Man könnte ja auch noch weiterfeiern… Williams und seine Take-That-Kumpels wollen angeblich ins Pacha.

Wo Hemmungen und Hüllen fallen: Die wildesten Partys der Welt

Strec

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