Riesen-Andrang vor dem ersten Laden für E-Zigaretten

München - Elektrische Zigaretten (e-Cigs) werden auch in der bayerischen Landeshauptstadt zum Mega-Trend: Die Münchner stehen Schlange bei der Ladeneröffnung Clean Smoker in München-Laim. Ein Fan von E-Zigaretten ist auch 1860-Präsident Dieter Schneider.

Am Dienstagvormittag um 11 Uhr öffnete das Geschäft "Clean Smoker" an der Agnes-Bernauer-Straße 32 wieder seine Pforten. Schon nach wenigen Minuten standen wegen des großen Andrangs mehrere Dutzend Kunden vor dem Laden bis auf den Asphalt Schlange. Der Laden verkauft ein absolutes In-Produkt, auf das Raucher weltweit umsteigen, die das Qualmen nicht ganz sein lassen wollen, die aber immerhin die gesundheitlichen Risiken minimieren wollen: Nämlich die elektrische Zigarette.

Info auf Wikipedia zur elektronischen Zigarette und den Bestandteilen des Liquids ...lesen

Der Clou des Hightech-Produkts e-Cigs: Die E-Zigarette erzeugt keinen Rauch sondern Wasserdampf. Je nach Geschmacksrichtung eines "Aroma Depots" (Liquid/ e-Liquid), das in den Glimmstengel getröpfelt wird, duftet der Dunst nach Tabak, Apfel, Kirsche, Vanille oder nach vielen anderen Aromen. Liquide sind in sofort nutzbaren Depots (Cartridge) oder in flüssiger Form zum oder direktem Träufeln auf den Verdampfer erhältlich.

Der gesundheitliche Vorteil: Bei den elektronischen Zigaretten, die Wasserdampf und keinen Rauch ausstoßen, findet kein Verbrennungsprozess statt. Somit fallen auch viele giftige, krebserregende und süchtig machende Schadstoffe weg.

Die Webseite von Clean Smoker zählt noch weitere Vorteile der elektrischen Zigarette auf: "Sie belästigen niemanden in Ihrer Umgebung. Zigarettenkippen, Asche und stinkende Aschenbecher fallen weg. Keine vergilbten Wände, Decken und Vorhänge mehr. Finger und Kleidung stinken nicht mehr nach Rauch." Nicht zuletzt punkte die elektronische Kippe laut Clean Smoker mit einem enormen Preisvorteil, denn: "E-Rauchen ist bis zu 70 Prozent günstiger als Filterzigaretten."

Nach jüngsten Informationen haben die E-Zigaretten auch einen Fan, der in Münchens Fußball-Kreisen kein Unbekannter ist: Dieter Schneider, Präsident des TSV 1860 München, soll aus Gesundheitsgründen von Rauch auf Dampf umgestiegen sein.

Bei der E-Zigarette handelt es sich offenbar nicht nur um ein In-, sondern auch um ein Insider-Produkt. Eine Kundin, die namentlich nicht genannt werden will, erzählt folgende Anekdote: "Vor kurzem habe ich in einer Münchner Apotheke nach einer elektrischen Zigarette gefragt. Da hat mich die Apothekerin ungläubig angeschaut und gefragt, was das denn bloß sei. Als ich ihr erklärte, was ich will meinte sie nur: 'Ach so. Und ich habe gedacht, das ist für Leute, die auf ganz harte Sachen stehen. So mit Elektroschocks."

Auch wenn die e-Cig die Risiken des Rauchens stark verringert: Hundertprozentig gesund ist auch der darin enthaltene Dampf nicht. Immerhin können auch die elektronische Zigaretten Nikotin enthalten. Und wie man von den Warnhinweisen auf den Zigarettenpackungen weiß, ist dieses Gift schädlich für Herz und Kreislauf. Zudem erhöht der Nikotinkonsum das Risiko für einen Herzinfarkt enorm.

Ganz ohne Bedenken sollte also auch eine elektronische Zigarette nicht gepafft werden!

Die Firma Clean Smoker selbst wollte sich auf Anfrage nicht zu den E-Zigaretten äußern.

fro

Rubriklistenbild: © Screenshot: merkurtz.tv

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