Neubau am Stachus begeistert nicht alle

"Riesen-Tetris", "Skandal": Meinungen zum Königshof

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Eine Aufwertung für die Münchner Innenstadt oder ein Hotel in Riesen-Tetris-Form?

München - Eine Aufwertung für die Münchner Innenstadt oder ein Hotel in Riesen-Tetris-Form? Das sagen unsere User zum neuen Königshof am Stachus.

Das neue Hotel Königshof am Stachus spaltet die Münchner. Bei den Usern von merkur-online.de und tz.de gehen die Meinungen auseinander. Stehan etwa zollt dem Entwurf Respekt: "Toll. Respekt für den Mut! Nachdem in letzter Zeit bei öffentlichen Neubauten, trotz angeblicher Architekturwettbewerbe, leider nur langweilige, austauschbare Schuhschachteln herauskamen, tut es gut zu sehen, dass wenigestens private Bauherren wissen, dass Architektur mehr kann."

Nutzer genau a so ist ähnlicher Meinung: "Das gefällt mir aber gut, mal schön und modern, aber mit Stil." fettwebel schreibt: "Ein weiter Bogen von Kaufhof bis Justizkasten. Dazwischen passt kein fauler Kompromiss. Dieses Modell ist eine deutliche Marke. Passt."

macht nur weiter so ist hingegen der Meinung, dass das Gebäude der Landeshauptstadt überhaupt nicht steht: "Das ist nicht München! Das könnte überall auf der Welt stehen!" Und Ferkelstinker gibt der Politik die Schuld: "Die rot-grünen Brüder und Schwestern lassen doch seit Jahren die Stadt systematisch verunstalten. Warum regen sich die Leute jetzt erst auf?"

Norbert schreibt: "Es passt aber nicht zum Gesamtkonzept Stachus! Das Gebäude ist nicht in Harmonie mit der Umgebung!"

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"Das kann ein Kleinkind auch malen."

stückeschreiber gibt sich diplomatisch: "Es ist nicht der hässlichste Bau von München, aber auch nicht der schönste." Und max57 findet: "Schön ist anders! Wer genehmigt denn so was? Da braucht es keinen Architekten; das kann ein Kleinkind auch malen."

Schmock würde den Entwurf offenbar am liebsten exportieren: "Glas-Beton-Brutalismus passt wunderbar in die Wüste nach Dubai, aber nicht an den Münchner Altstadtring. Auf das im Kern spätbarocke, von Gabriel von Seidl elegant überformte Stachusrondell mit dem organisch integrierten mittelalterlichen Karlstor passt es wie eine Barbarenfaust."

Userin Petra wird richtig konkret: "An so einem zentralen Platz so ein gewaltiges und geschmacksfreies Ding hinzustellen - ein Skandal. München wird immer lebensunwerter." krakos hingegen ist anderer Meinung: "Da traut sich ein Hotel etwas anderes, nicht 08/15-Hotelmäßiges, zu, will dafür einen hässlichen Block abreißen und trotzdem heulen alle. Man wird sowas nie verstehen..." Auch UlliStein hat eine ähnliche Ansicht: "Das ist von allen angedachten Entwürfen der von einer Schuhschachtel entfernteste. Endlich traut sich München mal was, gefällt mir sehr!"

Und Thomas Ribitsch eilt den Architekten zu Hilfe: "Als Experte bin ich der Ansicht, dads es ein super Entwurf ist und eine Aufwertung für die gesamte Innenstadt mit sich bringt. Weiter so!" CharlyCobra erinnert der Entwurf an ein Computerspiel: "Also ein langweiliger Betonklotz ist es ja nicht, und über Geschmack lässt sich sowieso streiten. Für mich sieht es aber aus, als wäre beim Riesen-Tetris was übriggeblieben."

"Ganz München sieht bald so aus"

Auch auf Facebook kommentieren unsere Follower. Itzi B. schreibt: "Also ich find das furchtbar." Und Ronny T. findet: "Einheitsarchitektur. Ganz München sieht bald so aus." Userin Daniela K. denkt an den gesamten Karlsplatz: "Dieses Gebäude würde überall passen, nur nicht am Stachus! Man sollte Neubauten der Umgebung anpassen."

Auch Jutta R. ist der Meinung: "Das hat uns in unserer schönen Stadt gerade noch gefehlt." Und Gabi K. ist sich sicher: "Das wird das hässlichste Haus am Platz!"

Einige Leser haben sich auch per E-Mail zum Königshof geäußert. Einer schreibt: "Was ist nur aus unserem München geworden? Dieses Gebäude gehört ja verboten. Die alten Fassaden kommen alle weg und so häßliche Betonbunker werden hingestellt. Schrecklich."

Und ein anderer findet: "In den letzten Jahren mussten wir uns schon einiges zur Verunstaltung Münchens bieten lassen. Aber nun ist es genug! In diesem Fälle gehören der Bauherr, der Architekt, der Plangenehmiger und sein oberster Dienstvorgesetzter zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt, um die Stadt vor weiteren Schäden zu bewahren."

Am diplomatischsten zu der Frage, ob der neue Königshof nun schön oder nicht schön ist, äußert sich aber tz-Leser Erwin Lindemann: "Das alte Hotel abreißen und eine kleine, aber feine Grünfläche mit Bäumen schaffen. Ganz einfach!"

pak

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