Ausstellung kommt gut an

RischArt-Projekt Wartezeit: Kunst am Hauptbahnhof

+
Gerhard Müller-Rischart (r.), Sohn Magnus und Kuratorin Katharina Keller bei der Eröffnung.

München - Nirgends müssen die Menschen so oft warten wie am Bahnhof – und nirgends sind sie davon gleichzeitig so genervt. Dass das Warten auch eine schöne und künstlerische Seite hat, möchte das RischArt-Projekt Wartezeit beweisen.

Die Ausstellung zeigt bis zum 19. Juli täglich von 10 bis 20 Uhr im Hauptbahnhof, dass Warten auch Kunst sein kann.

Zehn Künstler stellen im ganzen Bahnhofsgebäude ihre Werke aus. Sogar der Bunker an Gleis elf wurde zu einem Kunstwerk verwandelt. „Die RischArt-Projekte sollen für alle zugänglich sein, nicht nur für Museumsbesucher. Darum ist der Bahnhof der ideale Ausstellungsort“, erklärt Bäckerei-Chef Gerhard Müller-Rischart.

Doch wie vertreiben sich die Leute ihre Wartezeit und wie genervt sind sie wirklich von der Warterei? Die tz hat sich am Bahnhof umgehört und herausgefunden, dass nicht jeder auf sein Handy starrt. Lesen Sie selbst: 

Fremde ansprechen

„Ich versuche mich beim Warten mit Leuten zu unterhalten. Wenn mir Fremde sympathisch sind, spreche ich sie auch einfach mal an. Falls ich wirklich keinen zum Reden finde, dann höre ich mit meinem Handy die Charts.“

Phillip Schaaf (19), Flugzeugabfertiger, München

Freunde anrufen

„Wenn ich auf meinen Zug warte, telefoniere ich meistens mit Freunden. Im Sommer finde ich die Warterei allerdings wegen der Hitze viel schlimmer. Anständige Sitzgelegenheiten machen es angenehmer auf den Zug zu warten.“

Lisi Müller (25), Künstlerin aus München

Zusammen ist es am schönsten

„Mit meinem Schatz vergeht die Wartezeit am schnellsten. Alleine schaue ich mit meinem Handy, was bei Facebook los ist. Mein Freund liest dann immer Krimis mit seinem Kindle. Er findet das praktischer als ein Buch.“

Sandra Häuserer (30), ­­Angestellte, und Andreas Leitzke (44), Lagerist, Kaufbeuren

bok

auch interessant

Meistgelesen

Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich
Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt

Kommentare