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Robbie Williams scherzt über Konzert-Dimension in München: „Ihr da hinten seid wohl bei einer anderen Show“

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Von: Klaus-Maria Mehr

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Bei seinem Konzert in der Messe München am Samstagabend fühlte sich Robbie Williams selbst bemüßigt, die mutigen Dimensionen der Arena aufzugreifen. Sonst gab‘s viel Lob für den Star und viel Kritik am Veranstalter.

Eine Woche nach Helene Fischer trat Robbie Williams am Samstagabend vor rund 90.000 Zuschauern in der Messe München auf. Beim Wetter hatten der Weltstar und seine Fans mehr Glück als Team Helene in der Vorwoche. Dafür gab es bereits vor dem Konzert scharfe Kritik von Fanseite am Veranstalter Leutgeb Entertainment für die schlechte Organisation und das überdimensionierte Setting.

„Sind die Bildschirme groß genug?“ Robbie Williams witzelt selbst über überdimensioniertes Setting

Letzteres fiel wohl auch Robbie Williams selbst auf und störte ihn offenbar so sehr, dass es der geübte Entertainer für nötig hielt, aufzugreifen. Zwischen zwei Songs blickte er mit zusammengekniffenen Augen in Richtung der hinteren Tribünen und witzelte: „Ihr da hinten, ihr seid wohl bei einer ganz anderen Show, wahrscheinlich bei Coldplay. Ihr würdet nicht mal mitbekommen, wenn ich die Show über meinen Penis aus der Hose hängen lasse. Sind die Bildschirme groß genug?“

„Sind die Bildschirme groß genug für euch?“ Robbie Williams witzelt am Samstag über die Münchner Konzert-Location.
„Sind die Bildschirme groß genug für euch?“ Robbie Williams witzelt am Samstag über die Münchner Konzert-Location. © Daniel Scharinger/Imago

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Die Kritik wurde von Fanseite schon während des Helene-Fischer-Konzerts am Samstag vor einer Woche geäußert. Das Video eines Konzertbesuchers mit VIP-Ticket ging viral. Beim Robbie-Williams-Konzert waren die Dimensionen dieselben.

Robbie-Williams-Konzert in München: Viel Kritik am Veranstalter, aber auch Lob

Auch sonst lief der Abend wohl nicht für alle Fans störungsfrei. Einige Facebook-Nutzer beschweren sich nach dem Konzert über dichtes Gedränge beim Einlass. Sie habe sich „sehr unwohl gefühlt“, in der Menge, schreibt eine Konzertbesucherin. Für Rollstuhlfahrer sei der Weg zum VIP-Bereich über eine „Schotterwüste“ ebenfalls sehr beschwerlich gewesen, schreibt Frank K. auf Facebook, der Blick vom Platz auf die Bühne dafür gut.

Der fehlende Blick auf die Bühne wird dagegen von vielen anderen bemängelt. Entweder aufgrund der bereits erwähnten großen Entfernung, aber auch wegen diverser Versorgungsstationen im Publikumsbereich. „Wenn man aus der ersten Reihe Gold Bereich auf irgendwelche Tanks gucken muss... naja...“, schreibt etwa Michael D. Viele andere loben den Veranstalter aber auch für Ablauf und Organisation, die mit so vielen Menschen auf einmal nie störungsfrei sein könne. „Klar, ich dachte, wir wären weiter vorne bei Silber, aber es war ok.. die Screens machten es wett“, schreibt Vanessa-Jessica R., die für das Konzert extra aus der Schweiz angereist ist.

Bisschen weit weg: Robbie Williams am Samstagabend bei seinem München-Konzert. Nicht jeder hatte einen so guten Platz, wie hier der Fotograf.
Bisschen weit weg: Robbie Williams am Samstagabend bei seinem München-Konzert. Nicht jeder hatte einen so guten Platz, wie hier der Fotograf. © Daniel Scharinger/Imago

Robbie Williams muss sich übergeben – und entschuldigt sich beim Publikum

Dafür stieß die Länge des Auftritts auf vereinzelte Kritik. Offenbar musste sich Robbie Williams zum Ende der Show übergeben. Bei „She‘s the One“ verschwand er von der Bühne und gab danach bestechend ehrlich selbst zu, dass er gerade hinter das Schlagzeug erbrochen hatte. Er fühle sich irgendwie krank, entschuldigt sich der Weltstar. So war die Zugabenlänge auch begrenzt. Insgesamt spielte Robbie weniger als zwei Stunden. Gegen 22.15 Uhr war bereits Schluss.

Trotzdem zeigten sich viele in Summe zufrieden und vor allem begeistert, ihr altes Idol endlich wieder live erleben zu dürfen. Dass Williams trotz des schwierigen Settings wirklich alles gegeben hatte, da sind sich eigentlich alle einig. „Hammer Konzert!“, schreibt etwa Maike B. „Robbie war super drauf: charming, flirty, dirty und in Tanzlaune. Er sah frisch aus und war die Rampensau, die wir von früher kennen.“

Von unserer Redaktion gibt es zum Konzert übrigens nur Fanstimmen und keine Konzertkritik, da wir uns selbst kein Bild machen konnten, weil wir aufgrund unserer Helene-Fischer-Berichterstattung auf dem Gelände nicht mehr erwünscht waren.

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