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Neuerung in der U-Bahn am Marienplatz - und bald in ganz München? Technik wird geprüft

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Von: Sascha Karowski

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Die Münchner Verkehrsgesellschaft testet seit Herbst 2019 keimfreie Rolltreppen am Bahnhof Marienplatz.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft testet seit Herbst 2019 keimfreie Rolltreppen am Bahnhof Marienplatz. © Oliver Bodmer

Die MVG will prüfen, ob stadtweit keimfreie Rolltreppen möglich sind. Zunächst aber müssen Tests am Marienplatz beendet werden.

München - Bekommt München keimfreie Rolltreppen? Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zumindest prüft weiterhin eine Umsetzung. Das geht aus einer Antwort auf einen Antrag von CSU-Chef Manuel Pretzl hervor. Der hatte das Thema bereits zweimal aufs Tapet gehoben.

Keimfreie Rolltreppen: Technik beseitigt 99 Prozent der Keime, Viren und Bakterien

Schon 2019 wollte die CSU keimfreie Rolltreppen in München. Dabei handelt es sich um Ultravioletten-Entkeimungs-Lichtsystem zur Beseitigung von Viren, Bakterien, Keimen, Hefen und Pilzen auf den Handläufen. Die MVG ließ damals mitteilen, man befinde sich im Austausch mit einem Hersteller der Desinfektionsanlagen. Sechs der insgesamt 28 Fahrtreppen am Marienplatz sind seit Herbst 2019 im Rahmen eines mehrjährigen Tests mit diesen Systemen ausgestattet und durch Hinweisschilder gekennzeichnet. Durch die Corona-Pandemie hatte das Thema eine neue Relevanz bekommen. Tests hatten bereits bestätgit, dass die UV-Bestrahlung dafür sorgt, dass 99 Prozent der Keime beseitigt werden.

Verkehrsbetriebe wollen wissen, ob Fahrgäste häufiger zum Handlauf greifen

Die Verkehrsbetriebe wollen in dem mehrjährigen Test zudem wissen, ob die UV-Bestrahlung mehr Fahrgäste dazu veranlasst, sich an den Handläufen festzuhalten. Außerdem soll geklärt werden, wie das Gummi der Handläufe auf die dauerhafte Bestrahlung mit UV-Licht reagiert.

Sollten die Tests erfolgreich abgeschlossen sein, will die Verkehrsgesellschaft die Kosten für einen flächendeckenden Einbau und den Unterhalt der Anlagen prüfen. „Eine dauerhafte Verwendung des Systems muss insbesondere in der momentanen finanziellen Situation kritisch bewertet werden“, heißt es weiter in dem Antwortschreiben. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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