Unglück an der Aiplspitz bei Bayrischzell

Bertram R. († 59): Münchner stürzte 150 Meter tief

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Ein tragischer Bergunfall ereignete sich am Sonntag an der Aiplspitz im Spitzingsee-Gebiet. Ein Münchner Wanderer kam dabei ums Leben.

Bayrischzell - Ein tragischer Bergunfall ereignete sich am Sonntag an der Aiplspitz im Spitzingsee-Gebiet. Für einen Münchner Wanderer (60) kam jede Hilfe zu spät.

Es ist ein schmaler Grat, der vom kleineren Tanzeck-Gipfel zur Aiplspitz (1759 Meter) führt. Den Aufstieg im Spitzingsee-Gebiet sollten nur erfahrene Wanderer wagen. Trittsicher und schwindelfrei muss man hier sein. Kurze Passagen sind mit Seilen gesichert, andere Stellen muss der Bergsteiger frei überklettern. Ein falscher Tritt, ein Stolperer – und der Steilhang bietet keinen Halt mehr.

Bertram R. († 59), Rechtspfleger aus München, nutzt den frühlingshaften Sonntag für einen Ausflug in die Berge. Seine Freundin und sein erwachsener Sohn begleiten ihn.

Es ist Mittag, der Gipfel ragt wenige Meter über der Gruppe in den weiß-blauen Himmel. Dann stürzt Bertram R. – ob er über einen seiner Wanderstöcke stolpert oder im Gelände hängen bleibt, konnte nicht geklärt werden – gut 150 Meter in die Tiefe.

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Als die Rettungskräfte eintreffen, sind Freundin, Sohn und weitere Zeugen – vier junge Medizinstudenten – dabei, Bertram R. Erste Hilfe zu leisten. „Wir haben den Gestürzten schon aus dem Hubschrauber gesehen. Als ich die schreckliche Fallhöhe sah, schwante mir aber Übles“, wird ein Helfer von der Bergwacht später berichten. Bertram R. ist am Kopf verletzt. Er atmet noch, ist aber nicht mehr ansprechbar.

21 Retter tun alles, was in ihrer Macht steht, um Bertram R. zu retten, um den Schwerverletzten in ein Krankenhaus zu transportieren. Elf Männer von der Bergwacht Bayrischzell, sechs Mann aus Schliersee, je ein Bergretter aus Hausham und München, ein Notarzt und der Rettungsassistent werden in drei Flügen per Hubschrauber an die Unglückstelle gebracht, manche kommen zu Fuß. Sie alle sind machtlos: Bertram R. stirbt noch an der Unglücksstelle.

„Der Grat ist an der Stelle besonders schmal, die Nordseite fällt extrem steil ab“, berichtet Marinus Gruber, Sprecher der Bergwacht. Die beiden Angehörigen werden mit dem Hubschrauber ins Tal gebracht und vom Kriseninterventionsdienst der Bergwacht betreut.

Auch Bertram R. kehrt per Hubschrauber ins Tal zurück. Zu spät, um noch etwas für ihn tun zu können …

TOS

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