Ärger rund ums Telefon

Router zurückgeschickt: Sie sollte trotzdem zahlen

+
Bürgeranwalt Dietmar Gaiser konnte Melanie Weidlich bei ihrem Ärger mit dem Telefonanbieter helfen .

München - Eine Leserin wendet sich an den tz-Bürgeranwalt, weil sie für für einen bereits zurückgeschickten Router bezahlen sollte. Hier macht Melanie ihrem Ärger Luft.

Um es gleich vorweg zu sagen: Wir konnten einer jungen Schauspielerin bei ihrem Telefonärger helfen. Sie bekam nach langem Hin und Her eine finanzielle Entschädigung. Aber darum geht es der Schauspielerin erst in zweiter Linie. Sie will ihren Ärger loswerden und die Geschichte erzählen. Hier ist sie:

Router zurückgeschickt: Ich sollte trotzdem zahlen

„Beim Abschluss eines neuen Telefon-Vertrages wurde mir ein DSL-Router angeboten, den ich 30 Tage lang kostenlos ausprobieren könne. Ich brauche aber keinen DSL-Router und lehnte das Angebot deswegen ab. Daraufhin wurde mir gesagt, leider müsse der Router mitgeliefert werden, aber ich könne ihn ja innerhalb eines Monats kostenfrei zurückschicken. So machte ich es auch und hielt die Sache für erledigt.

Aber dann wurden von meinem Konto 71 Euro für den längst zurückgeschickten Router abgebucht. Als ich mich beschwerte, hieß es, der Router sei zu spät angekommen. Ich konnte aber belegen, dass ich ihn rechtzeitig abgeschickt hatte und buchte meine 71 Euro zurück. Wieder hielt ich die Sache für erledigt.

Dann kam das Schreiben eines Inkassobüros, das von mir für den längst zurückgeschickten Router 55 Euro eintreiben wollte. Außerdem wurde gedroht, falls ich nicht bezahle, erhöhe sich der Betrag beträchtlich. Natürlich rief ich sofort bei dem Inkassobüro an und bekam die Auskunft, falls ich die Rücksendung beweisen könne, wäre die Mahnung natürlich hinfällig. Also ging ich mit allen Unterlagen in die Verkaufsstelle des Telefonanbieters, um mir eine entsprechende Bestätigung zu holen. Die gab man mir zwar mündlich, für eine schriftliche Bestätigung fühlte sich aber niemand zuständig. Na toll. Um der Sache ein Ende zu machen, bezahlte ich entnervt die 55 Euro. Und wieder hielt ich die Sache für erledigt.

Als kleines Trostpflaster wollte man mir aber acht Euro auf mein Telefonkonto gutschreiben. Dafür müsse ich den Kundenberater anrufen, wurde mir gesagt. Als ich das tat, meldete sich eine Computerstimme, die mir lapidar mitteilte, wer Schulden bei dem Anbieter habe, werde nicht zum Kundenberater durchgestellt. Die Sache war also durchaus nicht erledigt.

Erst der Bürgeranwalt erreichte, dass mir die acht Euro gutgeschrieben wurden und ich mein zu Unrecht bezahltes Geld für den Router zurückbekam. Jetzt ist die Sache wirklich erledigt. Hoffentlich.“

Melanie Weidlich, Schauspielerin (24) aus München

 

So machen Sie Ihr Passwort sicher

So machen Sie Ihr Passwort sicher

Auch interessant

Kommentare