Rüpel-Rapper Bushido: Urteil erst am Montag

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Bushido

München - Hat Bushido gegen eine einstweilige Verfügung verstoßen und über eine Friseurin gelästert? Der Fall wurde am Freitag vor Gericht verhandelt.

Er ist kein Mann der leisen Töne. Der Berliner Rapper Bushido: In Deutschland ist er einer der erfolgreichsten Musiker, teilt gerne aus – meist verbal. Und landet damit nicht immer einen Hit…

So wie kürzlich: Im Internet beschimpfte der 33-Jährige die Big-Brother-Teilnehmerin Ingrid Pavic wüst, ätzte auch gegen andere Teilnehmer der Casting-Show. Der Grund: Bushido wollte wohl seinen Kumpel Cosimo (29), selbst Insasse im TV-Container, in der Gunst der Zuschauer nach vorn bringen. Per Telefon können sie über den Verbleib der Big-Brother-Bewohner abstimmen.

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Die fiesen Lästereien wollte Friseurin Ingrid (25) sich nicht gefallen lassen, erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen den Rapper – der darf die Beleidigungen gegen Bußgeldandrohung nicht mehr im Internet verbreiten. Genau dagegen soll er Anfang September aber verstoßen haben. Der Fall (AZ: 25019663/11) wurde am Freitag am Münchner Landgericht I verhandelt.

Konkret geht’s um die Einträge, die zwischen dem dritten und sechsten September auf dem Portal Myspace zu sehen waren. Per Bildschirm-Kopie will Ingrids Münchner Anwalt Michael Scheele nachweisen, dass die Beleidigungen des Musikers auch nach Verbot noch im Netz zu sehen waren. Er sagt: „Das waren mehr als bösartige Äußerungen. Sie wurden nicht rechtzeitig gelöscht.“ Dem Rapper droht ein Ordnungsgeld bis zu 250 000 Euro, wenn er die Äußerungen dort wiederholt. Bushido selbst kam am Freitag nicht zum Prozess. Stattdessen geht’s ihm um Musik. Am Samstag erscheint sein neues Album „23“. Das Urteil gibt’s am Montag: Bis dahin entscheidet Richterin Hansen, ob die einstweilige Verfügung Bestand hat.

Andreas Thieme

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