Rumäne prügelt auf obdachlose Polen ein

München - Ein Streit unter Obdachlosen ist am frühen Dienstagmorgen eskaliert: Ein Rumäne hat auf zwei Polen eingeprügelt und einen der beiden schwerst verletzt - weil er glaubte, sie hätten ihn beklaut.

Am Dienstag gegen 3 Uhr, befanden sich zwei Polen (42 und 48 Jahre alt) im Bereich der Wittelsbacher Brücke, um dort in einem Deckenlager zu nächtigen.

Die beiden Polen schliefen unter der Wittelsbacher Brücke, als ein ihnen unbekannter 38-jähriger Rumäne plötzlich mittels eines Vierkantholzes auf den Kopf des 42-Jährigen mehrfach einschlug.

Als der 48-Jährige seinem Landsmann zu Hilfe kommen wollte, wurde er ebenfalls von dem Rumänen angegriffen.

Der 42-jährige Pole erlitt bei dem Angriff massive Verletzungen in Form von multipler Gesichtsschädel-Frakturen. Des Weiteren ist eine Erblindung des rechten Auges wahrscheinlich. Er wurde zur Behandlung in eine Münchner Augenklinik stationär aufgenommen. Sein 48-jähriger Landsmann wurde ambulant in einer Klinik versorgt. Neben einer Platzwunde am Kopf erlitt er abwehrtypische Verletzungen an den Unterarmen und den Händen.

Laut Staatsanwaltschaft fand nicht ausschließbar ein Streit zwischen den Polen und dem 38-jährigen Beschuldigten statt, in dessen Rahmen der 38-Jährige davon ausging, von den Polen bestohlen worden zu sein. Nach Angaben des Rumänen wollte er mit den Schlägen die Polen zur Rückgabe seiner Sachen nötigen.

Der 38-jährige Rumäne konnte vorläufig festgenommen werden und wurde am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt. Ein Haftbefehl ist ergangen.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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