Ryan Bingham And The Dead Horses im 59:1: Die Konzertkritik

Ryan Bingham im 59:1

München - Country tot? Wie bitte? „Let’s rock’n roll!“ So eröffnete Ryan Bingham mit seiner Band, den Dead Horses, den Abend im 59:1. Ein Country-Sänger aus den Staaten in München – kann das gut gehen?

Ja, es kann. Und wie! Keine Karte war übrig, als der Singer/Songwriter aus New Mexico sein Konzert am Freitagabend eröffnete. Ein Mann, der wie die Mischung zwischen Orlando Bloom und Colin Farrell aussieht – und singt, als wäre seine Stimme ein Leben lang mit Whisky geölt worden. Vom traditionellen Country hat der Auftritt zunächst wenig: Strom-Gitrarre, schnelle Rhythmen, griffige Soli – spätestens da wird einem klar, wieso im Publikum vor allem Mädels zwischen 20 und 25 stehen. Der Mann, der es mit seinem Album „Junky Star“ bis auf Platz zwei der amerikanischen Country-Charts geschafft hat, kommt auch in Deutschland an. Eineinhalb Stunden geben er und seine Band Gas. Zunächst krachig, dann einige sanfte Ballade, bei der die Fans in Cowboystiefeln dahinschmelzen.

Bingham und die Dead Horses haben das 59:1 im Griff. Mal will man lostanzen, mal fühlt man sich wie auf einem verlassenen Highway durch die Wüste von Arizona. Tempomat an, Grashalm im Mund, dazu Ryan Bingham – das ist der American Way of Life. „Money can’t buy my soul“, sing Bingham – doch diese Musik kann Herzen erobern. Selten hat Country so viel Spaß gemacht wie an diesem Freitagabend, mitten in München.

Tobias Altschäffl

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