Das sagen unsere Leser

S-Bahn-Chaos: "Was für ein elendes Provinzkaff"

München - Erst im Oktober kam heraus, dass jede zehnte S-Bahn in München zu spät dran ist. Viele Münchner und noch mehr Pendler von außerhalb sind deshalb stinksauer.

Egal ob ein kaputtes Signalkabel, wie am Donnerstag, das Wetter,  Oberleitungs- und Stellwerks-Störungen, Notarzteinsätze oder wegen Personen auf den Gleisen: Die S-Bahn in München kommt so unpünktlich wie nie zuvor. Das erregt die Gemüter der Fahrgäste, die immerhin täglich auf eine funktionierende Verbindung angewiesen sind. So auch unsere Leser, die ganz schön Dampf ablassen: "Was für ein elendes Provinzkaff! In Puncto öffentlicher Nahverkehr lacht uns mittlerweile jedes Dritte-Welt-Land aus! Das einzige was funktioniert, ist die permanente Selbstüberschätzung!", schimpft der User mit dem dazu passenden Nicknamen "So ein Schrott".

Einigen angestauten Frust muss auch User "Joshua F." loswerden: "Ständige Ausfälle und Verspätungen und eine Informationspolitik, die mitterweile so aussieht, dass der Lokführer - wenn überhaupt - nur noch durchsagt "ich kann auch nicht sagen, ob unser Zug doch noch ganz ausfällt." Einen Finanzierungsvorschlag zum U-Bahn-Ausbau in Pasing, wodurch die S-Bahn langfristig entlastet werden soll, hat User "Mobilitätsfreund": "Statt 250 Mio. € der Stadt München für 2 Wochen Olympia, lieber 250 Mio. € für eine U-Bahn für die nächsten 100 Jahre."

Aber User "ITASCA" sieht schwarz für Investitionen in den ÖPNV: "Die Obrigkeit wird sich nun mit sehr subtilen Mitteln an der Bevölkerung für den Ausgang der Volksabstimmung rächen." Ein anderer User nimmt es gelassen und versucht dem ganzen Chaos etwas Positives abzugewinnen: "So wird mir nie langweilig, ich habe immer einen langen Tag, dank MVV und S-Bahn!"

User "Der Punkt" meint zu den permanenten Verspätungen: "Jetzt sollte man sich echt fragen, ob man bei der nächsten Tariferhöhung überhaupt noch eine Fahrkarte kauft. Wenn ich so arbeiten würde, hätte ich sehr wahrscheinlich keinen Job mehr...".

Manche sehen hingegen angesichts der Zustände keine andere Lösung mehr, als auf das Auto umzusteigen, wie User "Sonnenschein": "Das EINZIGE funktionierende System sind hier die Preiserhöhungen! Ich habe nach 9 Monaten S-Bahn-Fahren aufgegeben und fahre jetzt mit dem Auto - seitdem bin ich pünktlich und schneller in der Arbeit. "Andere hingegen sind von dem Chaos weniger betroffen: "In den letzten Monaten gabs bei meinen Fahrten mit der S4 nur einmal ein größeres Problem, weil sich Personen auf den Gleisen befanden. Ansonsten höchstens mal Kleinigkeiten."

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VF

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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