Tausende Pendler betroffen

S-Bahn-Chaos: Sechs Störungen an einem Tag!

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München - Wer am Dienstag in der Früh auf die S-Bahn angewiesen war, ist eher auf dem Abstellgleis als im Büro gelandet. Eine ganze Reihe von Störungen sorgte für Mega-Chaos im Berufsverkehr.

Auf der Stammstrecke waren die Schienen teilweise über zwei Stunden lahmgelegt. Auch im Regionalverkehr gab’s Probleme. Niedrige Temperaturen im Februar? Eigentlich keine große Überraschung, sollte man meinen. Doch der Bahnverkehr hat sich offenbar nicht darauf eingestellt. Und dann bringt ein Kurzschluss an einer Oberleitung auch noch den gesamten S-Bahn-Verkehr durch die Innenstadt für über zwei Stunden zum Erliegen. Auf der Stammstrecke war um 7.30 Uhr eine S-Bahn mit ihrem Stromabnehmer gegen ein herunterhängendes ­Kabel gefahren. Es war offenbar bei Bauarbeiten nicht richtig befestigt worden. Danach verkehrte für zwei Stunden nur alle 20 Minuten eine ­S-Bahn zwischen den Knotenpunkten Hauptbahnhof und Ostbahnhof. Doch auch in den Außenbereichen gab es Störungen. Tausende Pendler waren betroffen. Hier gibt’s alle Brennpunkte im Überblick.

Ostbahnhof

Am Ostbahnhof machte sich das Chaos extrem bemerkbar. Wegen des Kurzschlusses an der Oberleitung am Marienplatz konnte das Gleis zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof über zwei Stunden nicht befahren werden. Viele Pendler standen stundenlang an den Bahnsteigen. So auch Marie Stotz (l.). Die 18-Jährige, die aus Ebersberg mit den Linien S4/S6 ins Zentrum pendelt, verpasste die ersten beiden Unterrichtsstunden. Für ihren Schulweg braucht sie normalerweise eine halbe Stunde. Am Dienstag waren es vier.

Marienplatz

Ein von der Decke hängendes Kabel, das den Stromabnehmer einer S-Bahn berührte, verursachte gegen 7.30 Uhr einen Kurzschluss. Über zwei Stunden ging nichts mehr.

Hauptbahnhof

Viele Pendler waren am Morgen auf alternative Verkehrsmittel angwiesen. Die meisten entschieden sich für die überfüllten Tram- oder U-Bahnen.

Oberschleißheim

Bis zu 20 Minuten verspäteten sich die Züge der S1 bei Oberschleißheim im morgendlichen Berufsverkehr. Wegen der eisigen Temperaturen kam es zu Störungen an einem Bahnübergang.

Mammendorf

Wegen eines liegengebliebenen Güterzuges kam es auf der Linie S3 bei Mammendorf zu Verspätungen. S-Bahn und Regionalzüge rollten auf den selben Gleisen.

Riem

Bis zu 15 Minuten verspätetete sich die Linie S2 in Riem in beiden Richtungen. Eine kaputte Weiche hatte hier den Verkehr aus dem Takt gebracht. Erst gegen Mittag war der Schaden behoben.

Perlach

Auch die Züge auf der Linie S7 verkehrten nicht pünktlich. Auch hier verursachte der Frost Chaos in den Morgenstunden. Die Bahnsteige waren überfüllt. Gestresste Pendler mussten in der Kälte wegen der Störungen an einem Bahnübergang bis zu 20 Minuten lang ausharren.

Holzkirchen

Zwischen Deisenhofen und Holzkirchen kam es auf der Linie S3 zu einem Zwischenfall. Dieser ereignete sich aber erst zur Mittagszeit. Der Grund: In Holzkirchen gab es eine technische Störung an einem Stellwerk. Es kam zu Verzögerungen von bis zu 40 Minuten. Die Störung war aber innerhalb einer halben Stunde beseitigt.

Lesen Sie auch: "S-Bahn! Ein Saftladen"

Johannes Heininger

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