Können Gütergleise genutzt werden?

S-Bahn-Nordring! So prüft die Stadt die neue Strecke

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Denkbar wäre auch, den Nordring von Pasing aus über die S1-Trasse anzubinden. Das wäre der Ringschluss.

Ring frei! Die Stadt wird sich mit bayerischem Innenministerium und dem Münchner Verkehrsverbund (MVV) an der Machbarkeitsstudie zum Nordring beteiligen.

München - Untersucht wird, ob auf dem Gütergleis auch S-Bahnen fahren können. Das wäre ideal für den Münchner Norden. Denn dort gibt es viel Potenzial. Für Wohnungsbau und auch für neue Arbeitsplätze. Und die wiederum müssen angebunden werden.

BMW beispielsweise arbeitet nach wie vor an der Erweiterung seines Forschungszentrums. Bis 2050 sollen an der Schleißheimer Straße 15.000 weitere Jobs entstehen. Dazu wird auf dem 59 Hektar großen Gelände der ehemaligen Kronprinz-Rupprecht-Kaserne gebaut.

Unabhängig davon sind auf dem Areal von Knorr-Bremse und der ehemaligen Bayernkaserne neue Wohnungen geplant. Und obendrauf gibt es im Nordosten und im Norden mehrere Hundert Hektar Entwicklungsgebiete.

Mit den bestehenden Strukturen des Öffentlichen Personennahverkehrs scheint dieses Wachstum allein nicht zu bewältigen. Daher existiert das Verkehrskonzept Münchner Norden. Der Stadtrat hatte Ende 2014 beschlossen, unter anderem eine Querverbindung durch die Tram 23 zwischen Schleißheimer Straße und Kieferngarten zu prüfen. Auch geht es um weitere Regionalzughaltestellen in Moosach und Feldmoching sowie die Reaktivierung der Feldmochinger Kurve. Aber eben auch um eine Nutzung des Nordrings für die S-Bahn.

Der Nordring führt von Olching durch den Münchner Norden bis nach Trudering. Eine Studie untersucht nun, ob auf der Güterzug-Trasse auch S-Bahnen fahren könnten.

Bisher nutzen den 30 Kilometer langen Ring ausschließlich Güterzüge. Die Trasse reicht von Olching über den Rangierbahnhof München-Nord, Milbertshofen, Freimann über Unterföhring und Englschalking bis Trudering. Vorstellbar ist auch, dass man von Pasing über die S1-Trasse den Nordring anbindet. Denkbar sind sodann neue Haltestellen an der Knorrstraße und Freimann.

Markus Auerbach (SPD), Chef des Bezirksausschusses Feldmoching-Hasenbergl, sieht diesen Plan kritisch. „Wir hätten lieber eine Verbindung mit dem Dachauer Hinterland über den DB Nordring als Zusatzangebot zur S2.“ Das würde mehr Pendler aus Richtung Nordwesten zu BMW zum FIZ bringen. „Der Verkehr, der bei uns durchströmt, kommt eben aus Richtung Nordwesten und nicht aus der Innenstadt.“

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