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Brutale S-Bahn-Attacke: Mann lebensgefährlich verletzt - Aufnahmen zeigen, was wirklich passiert ist

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Von: Andreas Thieme

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Einsatzkräfte sichern Spuren an der Unfallstelle im S-Bahnhof Stachus.
Einsatzkräfte sichern Spuren an der Unfallstelle im S-Bahnhof Stachus. © Marcus Schlaf

Gewalttat im Untergrund: In München hat ein Mann einen 37-Jährigen ins Bahngleis gestoßen. Den Vorfall werten die Ermittler mittlerweile als möglichen Kapitaldelikt - das Opfer hat nur mit Glück überlebt.

München - Die Meldung versetzte alle Pendler in Schrecken: Am Sonntag (28. November) vor einer Woche stieß ein Mann (37) einen Fahrgast ins Gleis, das Opfer wurde vom Zug überrollt, lebensgefährlich verletzt und verlor seinen Unterschenkel. Gegen 16 Uhr nachmittags hatte sich die schreckliche Tat am Tiefbahnhof Karlsplatz/Stachus ereignet. Ein Schock in der Stadt!

Zunächst war unklar, wie es zu dem Vorfall gekommen war. Vermutet wurde, dass die beiden Männer am Gleis in Streit geraten waren und einer den anderen dann ins Gleisbett gestoßen hatte. Doch mittlerweile gehen die Ermittler sogar von einem möglichen Mordversuch aus. „Wir ermitteln wegen eines Kapitaldelikts“, bestätigt Oberstaatsanwältin Anne Leiding.

München: Videoaufnahmen zeigen, was wirklich am Gleis passiert ist

Denn: Die Videoauswertung spielt eine entscheidende Rolle in dem Fall. Zu sehen ist darauf nach Informationen unserer Redaktion, wie der Täter den 37-Jährigen vor dem Stoß noch über die Rolltreppe zieht, bevor der ihn dann ins Gleisbett stößt. Der Zugführer, der mit der Linie S8 am Sonntag in Richtung Flughafen unterwegs gewesen, hatte anschließend keine Chance mehr zu bremsen. Ärzte aus dem Klinikum rechts der Isar behandeln den Patienten, sie sagen: „„Der Patient ist schwer am Bein verletzt, hat aber Riesen-Glück gehabt, dass er diesen Zusammenprall mit der S-Bahn überhaupt überlebt hat.“

S-Bahn-Streit in München eskaliert: Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Bestätigen sich diese Eindrücke der Video-Aufnahmen, wird dem Rowdy vom Stachus dann wohl ein Strafprozess wegen versuchten Mordes gemacht - darauf steht jahrelange Haft. Noch sind die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft aber nicht abgeschlossen.

Unklar ist zum Beispiel noch die Motivlage des Täters. Bitter für den Geschädigten: Sein Bein war so stark verletzt, dass Knochen und Blutgefäße nicht mehr repariert werden konnten. Die Unfallchirurgen mussten den Unterschenkel amputieren, um Schlimmeres zu verhindern.

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