Haben Sie es auch schon gehört?

S-Bahn: Das steckt hinter den neuen Ansagen

München - Fahrgäste sollten bitte daran denken, bei Bedarf ihren Sitzplatz zu räumen - heißt es in einer neuen S-Bahn-Ansage. Sind die Münchner neuerdings so unhöflich, dass die Durchsage notwendig wurde?

Da haben einige Pendler in der S-Bahn doch erstaunt die Stirn gerunzelt: Die Fahrgäste sollten bitte daran denken, ihren Sitzplatz bei Bedarf zu räumen – tönte Montag-Früh eine Ansage durch die Abteile einer S8. 

Eigentlich selbstverständlich, Schwangeren oder Senioren einen Platz anzubieten. Sind die Münchner in der S-Bahn neuerdings so unhöflich? 

Nein, sagt ein Bahn-Sprecher auf tz-Anfrage. Zurzeit würde lediglich eine Reihe von neuen Ansagen in einigen S-Bahnen getestet. „Beschwerden, die zu dieser konkreten Ansagen geführt hätten, gab es nicht.“ 

Es könne auch durchaus sein, dass die ein oder andere Ansage nach dem Testlauf noch verworfen werde. „Wir machen das regelmäßig, dass wir die automatischen Ansagen immer wieder mal ändern.“ 

Vor einigen Jahren seien beispielsweise Sehenswürdigkeiten wie das Deutsche Museum am Isartor mit angesagt worden. „Das haben wir aber wieder verworfen, weil es nicht besonders gut ankam.“ 

Eins sei bei diesem Testlauf aber sicher, so der Bahn-Sprecher: An der Kombination einer Frauenstimme mit bayerischem Dialekt und einer Ansage auf Englisch soll sich für die Münchner nichts ändern. 

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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