Aktuell kommt es knüppeldick

S-Bahn: Graffiti, falsche Kontrolleure, Sturm-Schäden

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München - Zurzeit kommt es richtig dick bei der S-Bahn: Zu den Sturmschäden nach Orkan Niklas, kommen nun noch Graffiti-Schmierer und sogar falsche Kontrolleure.

Während die Aufräumarbeiten wegen Sturm Niklas noch immer laufen, warnen die Verkehrsbetriebe in München vor falschen Kontrolleuren. Diese trieben in S- und U-Bahnen ihr Unwesen und versuchten mit gefälschten Ausweisen, von den Fahrgästen Strafen zu kassieren.

Der Trick ist immer derselbe: Die Betrüger nötigen Fahrgäste, ihre Fahrscheine zu zeigen und fordern gegebenenfalls die derzeit noch 40 Euro Strafe, wenn sie kein gültiges Ticket bei sich haben. „Die zeigen dann in der Regel irgendetwas Ausweisähnliches vor“, erklärt ein Sprecher der Münchner S-Bahn. „Die Leute schauen da meist ja nur kurz drauf.“ In einem Fall in München sei ein Betrüger einem Mitarbeiter der Bahn aufgefallen. Dieser habe die Polizei gerufen, die den Mann kurz drauf festnehmen konnte.

Auf was Fahrgäste achten sollten: Die falschen Kontrolleure sind meistens alleine unterwegs – die echten immer im Team. Außerdem könne sich ein richtiger Fahrkartenkontrolleur offiziell ausweisen und er fordere von Fahrgästen ohne gültigen Fahrschein normalerweise nur dann sofort Bargeld, wenn dieser sich nicht ausweisen kann. In der Regel stellten echte Kontrolleure nur einen Bescheid aus, mit dem man dann ins Kundencenter geht.

Bahn repariert immer noch Leitungen

Eine Woche ist es nun her, dass Sturm Niklas über Bayern hinwegfegte. Doch bei der Bahn hat man noch immer mit den Nachwirkungen des Orkans zu kämpfen. Der Grund: Auf manchen Strecken wurden die Oberleitungen an so vielen Stellen beschädigt, dass die Reparatur Tage dauert.

So gab es gestern unter anderem bei der S 2 Altomünster einen Pendelzug zwischen Dachau und Erdweg und auf der Strecke Erdweg – Altomünster verkehrte Schienenersatzverkehr. Auch meldete die Bahn gestern, dass es wegen der Reparaturarbeiten auf den Strecken München – Garmisch-Partenkirchen weiter zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr kommt. Auch hier gibt es teils Schienenersatzverkehr. Gleiches gelte für die Strecke Kochel – Tutzing. Es komme zudem noch zu einzelnen Zugausfällen zwischen Murnau und Mittenwald. Wer die Bahn nutzen wolle, solle daher dringend vorher seine Verbindung auf www.bahn.de checken.

Unbekannte besprühen Züge

Sie selbst nennen es Kunst, die meisten anderen sehen es nur als Schmierereien: Über die Osterfeiertage haben unbekannte Täter Züge der Deutschen Bahn im Münchner Umland mit Graffiti besprüht. Dabei entstand ein Sachschaden von gut 20.000 Euro. Bisher fehlt von den Tätern noch jede Spur.

Im Münchner Umland wurden mehrere S-Bahnen und ein Zug mit Graffiti verunstaltet.

Wie die Bundespolizei mitteilte, waren acht S-Bahnen und Züge auf Abstellanlagen im Umland betroffen. Unter anderem in Moosach, Tutzing, Aying und Hohenbrunn schlugen die Sprayer zu. Insgesamt besprühten die Täter fast 500 Quadratmeter Fläche. Am S-Bahnhof Altomünster war die Polizei sogar mit einem Hubschrauber und einem Hund im Einsatz. In der Nähe des Bahnhofs fanden die Beamten ein Lager mit mehr als 50 Farb-Spraydosen. Hatten sich die Sprayer vielleicht gar verabredet? Fakt ist: Ein Täter scheint auf Gummibären zu stehen, wie das Bild links zeigt.

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