50-Jährige zeigt Zivilcourage

Raucher weigert sich, in S-Bahn Maske aufzusetzen: Frau mischt sich ein, dann eskaliert die Situation

In einer S-Bahn eskalierte am Samstagabend kurz vor der Haltestelle Hackerbrücke ein Streit. Der Auslöser war ein rauchender, spuckender und pöbelnder Fahrgast. (Symbolbild)
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In einer S-Bahn eskalierte am Samstagabend kurz vor der Haltestelle Hackerbrücke ein Streit. Der Auslöser war ein rauchender, spuckender und pöbelnder Fahrgast. (Symbolbild)

In einer S-Bahn eskalierte am Samstagabend kurz vor der Haltestelle Hackerbrücke ein Streit. Der Auslöser war ein rauchender, spuckender und pöbelnder Fahrgast.

  • In der S4 eskalierte am Samstagabend ein Streit zwischen einer Frau und einem 23-Jährigen.
  • Im Verlauf bespuckte und beleidigte der junge Mann die 50-Jährige.
  • Auch als die Bundespolizei eintraf, beruhigte sich der Fahrgast nicht und schlug um sich.

München - Die Bundespolizei wurde am Samstagabend, 17. Oktober, gegen 22.25 Uhr, über eine Schlägerei in der stadteinwärts fahrenden S-Bahn der Linie 4 informiert. Vor Ort erfuhren die Beamten den Hintergrund der eskalierten Situation.

Den ersten Ermittlungen zufolge fuhr ein 23-Jähriger in München in der S4. Er rauchte verbotenerweise in dem Zug und belästigte andere Fahrgäste. Kurz vor der Haltestelle Hackerbrücke wurde er von einer Frau auf sein Fehlverhalten angesprochen, berichtet die Polizei in einer Meldung. Außerdem erwähnte die 50-Jährgie noch seinen nicht korrekt sitzenden Mund-Nasen-Schutz. Dann eskalierte die Situation.

Corona München: Mann will Maske in S-Bahn nicht tragen - auch die alarmierten Polizisten greift er an

Der 23-jährige Syrer beleidigte und schubste die 50-Jährige aus Niedersachsen und spuckte ihr ins Gesicht. Mehrere Reisende eilten der Zivilcourage zeigenden Frau zu Hilfe und verständigten die Polizei. Doch auch als die alarmierten Beamten eintrafen, beruhigte sich der Mann laut Polizei nicht. Beim Transport zur Bundespolizei-Wache am Hauptbahnhof wehrte sich der 23-Jährige mit Wohnsitz in München, stark. Er schlug um sich und beleidigte die Polizisten verbal. Obendrauf bespuckte er einen Beamten.

Erst vergangene Woche musste die Bundespolizei am Hauptbahnhof einen Betrunkenen festnehmen. Er wehrte sich und würgte eine Polizistin.

München: 23-Jähriger raucht und pöbelt in S4 - Polizei ordnet Unterbringung in psychiatrischer Anstalt an

Auf der Wache ergab ein Alkoholtest bei dem jungen Mann 1,3 Promille. In Gewahrsam schlug er mit seinem Kopf gegen die Wand - dabei verletzte er sich. Infolgedessen wurde eine Unterbringung in eine psychiatrische Anstalt angeregt. Die Bayerische Landespolizei setzte diese später um. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung.

Abstandhalten in München? Ein Foto aus einer vollen S-Bahn zu Corona-Zeiten sorgt für Wirbel.

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