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Münchnerin (86) bleibt mit der Hand in der S-Bahn-Tür stecken, dann fährt der Zug los und sie muss mitlaufen

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Von: Thomas Eldersch

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Eine 86-jährige Münchnerin bleibt mit der Hand in der S-Bahn-Tür stecken, als der Zug losfährt.
Weil sie die Lichtschranke auslösen wollte, blieb eine Münchnerin in der S-Bahn-Tür stecken. © IMAGO/Manfred Segerer/Symbolbild

Am Freitagnachmittag kam es am Münchner Hauptbahnhof zu einem brenzligen Vorfall. Eine Frau blieb mit der Hand in der S-Bahn-Tür stecken.

München – Das hätte auch böse enden können. Am Freitag blieb eine Münchner Rentnerin mit der Hand in einer S-Bahn-Tür stecken. Bevor sie sich befreien konnte, fuhr der Zug los. Der Lokführer bemerkte ihre missliche Lage nicht. Irgendwann löste sich glücklicherweise ihre Hand, trotzdem wurde sie leicht verletzt.

Münchnerin bleibt in S-Bahn-Tür stecken: Versuchte die Lichtschranke zu betätigen

Bereits am Freitag, 9. September, ereignete sich der Unfall am Münchner Hauptbahnhof, schreibt die Bundespolizei München in ihrer Pressemitteilung. Gegen 16.15 Uhr wollte eine 86-Jährige in eine bereits eingefahrene S3 einsteigen. Der Zug war jedoch schon bereit für die Abfahrt und die Türen schlossen sich. Die Rentnerin griff allerdings mit ihrer Hand in den Türspalt, um die Lichtschranke auszulösen, heißt es weiter. Keine Reaktion der Automatik, die Türen schlossen sich komplett. Die 86-Jährige aus der Maxvorstadt steckte fest.

Langsam begann der Zug anzufahren. Passanten erkannten die Gefahr und versuchten sich durch Trommeln am Zug und Rufe bemerkbar zu machen. Die Rentnerin musste derweil mit dem Zug mitlaufen, was ihr zunächst auch noch gelang. Dann stürzte sie jedoch. Der Lokführer bemerkte jetzt auch das Problem und leitete eine Schnellbremsung ein. Noch bevor der Zug hielt, löste sich die Hand der Frau aus der Tür.

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Münchnerin wird nach S-Bahn-Vorfall nur leicht verletzt

Einen „Schutzengel“ musste die 86-Jährige gehabt haben, heißt in der Pressemitteilung, denn sie wurde bei dem Unfall nur leicht verletzt. Lediglich eine Platzwunde am Kopf zog sie sich zu. Sie wurde anschließend im Krankenhaus versorgt. Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit kümmerten sich bis zum Eintreffen von Rettungskräften und Bundespolizei um die Frau.

Nach ersten Ermittlungen soll der 50-jährige Lokführer den Vorfall nicht bemerkt haben. Er bekam regulär von der Bahnsteigaufsicht den „ZB9-Befehl“. Das bedeutet, der Zug ist abgefertigt und bereit zur Weiterfahrt. Und so fuhr er los.

Der Unfall ereignete sich im Feierabendverkehr und dementsprechend voll war der S-Bahnsteig, schreiben die Beamten. „Ein öffentlichkeitswirksamer Vorfall“ heißt es. Und einer, der nicht zum Nachmachen gedacht ist. Denn die Bundespolizei warnt eindringlich davor, Hände oder andere Gegenstände in sich schließende S-Bahn-Türen zu stecken. (tel)

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