Brände im Tunnel legen S-Bahn lahm

München - Im morgendlichen Berufsverkehr ist am Montag nach einem Feuerwehreinsatz die S-Bahn-Stammstrecke gesperrt worden. Mehrere Haltestellen wurden evakuiert. Am Nachmittag kam es erneut zu Störungen.

Zu dem Feuerwehreinsatz kam es gegen 7.15 Uhr, als Papier und Unrat im Tunnel zwischen Karlsplatz (Stachus) und Marienplatz Feuer fing. Der Brand entstand in einem Kabelschacht.

Die Stammstrecke wurde zwischen Hackerbrücke und Ostbahnhof gesperrt. Die Bahn stellte auf den Außenästen auf Notprogramm um. Gegen 7.50 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Doch hatte sich der starke Rauch da bereits durch das Röhrensystem ausgebreitet und war in mehrere Haltestellen gezogen. Die S-Bahnhöfe am Stachus und am Marienplatz wurden evakuiert. Rauch wurde auch am Odeonsplatz gesichtet. Die Feuerwehr rückte mit Großlüftern an. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.

S-Bahn: Feuer am Stachus

Noch während des Feuerwehreinsatzes kam es offenbar zu einem zweiten Brand in dem Tunnel zwischen Marienplatz und Stachus - in der entgegengesetzten Richtung also. Hier ist Ursache noch unklar. Die Bundespolizei hat die Brandursachenermittlung übernommen und untersucht derzeit, ob ein "Schleifzug", der zu dieser Zeit die Stammstrecke befuhr, das Feuer ausgelöst haben könnte.

Auswirkungen hatte der Brand auch auf die U-Bahnen: Die Haltestelle Marienplatz wurde nicht angefahren. Auch waren die Züge voll, weil tausende Pendler umsteigen mussten.

Nach Angaben der Bahn wurde gegen etwa 10.45 Uhr der Zugverkehr wieder aufgenommen. Wie die Polizei mitteilt, ist auch die Sperrung der S-Bahnhöfe aufgehoben.

Wieder Störung am Nachmittag

Aufgrund einer Signalstörung in Folge des Schwelbrandes kam es am Montag Nachmittag seit 13.45 Uhr wieder zu Beeinträchtigungen auf dem gesamten S-Bahnnetz.

Gegen 17 Uhr wurde die Signalstörung auf der Stammstrecke behoben. Alle S-Bahnen fahren wieder auf dem Regelweg. Allerdings kam es auch am frühen Abend noch zu Beeinträchtigungen im S-Bahnverkehr. Betroffen von den Beeinträchtigungen waren auch die zusätzlichen Züge im Berufsverkehr auf den Linien S 2, S 3, S 4/S 6 und S 8. Auf diesen Linien verkehrte nur ein 20-Minuten-Takt.

Am frühen Abend sorgte dann noch eine Störung für Behinderungen im Feierabendverkehr: Wegen einer Weichenstörung wendeten alle Züge der S 2 in Dachau. Zwischen Dachau und Petershausen wurde ein Busnotverkehr mit drei Bussen eingerichtet. Gegen 19 Uhr war die Störung aufgehoben, es kam allerdings am Abend noch zu Verspätungen.

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