Ob's wirklich hilft?

Tür zu! So wird die Münchner S-Bahn schneller

Nur 24 bis 42 Sekunden sollen die S-Bahnen auf der Stammstrecke - wie hier am MArienplatz - planmäßig halten.

München- Ab kommenden Montag soll die S-Bahn schneller und zuverlässiger werden. Dann wird nämlich auf das „Zentrale Schließen“ umgestellt.

Das bedeutet, dass der Lokführer das Schließen aller Türen zentral auslöst.

Damit werden die Lichtgitter und Lichtschranken an den Türen deaktiviert. Sie blockieren das Schließen der Türen, wenn jemand zu- oder aussteigt oder Gepäckstücke die Türen verstellen – und zwar ohne Rücksicht auf den Fahrplan.

Was das Zentrale Schließen bringt? „Die Reduzierung der Haltezeiten an den Stationen erhöht unsere Pünktlichkeit und die Betriebsstabilität der S-Bahn“, erklärt Geschäftsleiter Bernhard Weisser. „Bei bis zu 60 Zügen in der Stunde, die allein das Nadelöhr Stammstrecke passieren, multiplizieren sich bereits kleine Verspätungen schnell und übertragen sich auf das Gesamtsystem.“ Dabei sind auf der Stammstrecke pro Halt nur 24 bis 42 Sekunden eingeplant.“

Tests am Leuchtenbergring und am Westkreuz

Wie das Zentrale Schließen funktionieren soll? „Voraussetzung ist, dass der Lokführer alle Türen des Zuges vollständig einsehen und den Fahrgastwechsel überblicken kann.“

Um das auch an unübersichtlichen Stationen zu ermöglichen, testet die S-Bahn an den Stationen Leuchtenbergring und Westkreuz das Abfertigen über Monitore. Die übertragen Bilder von an den Bahnsteigen montierten Kameras, dass der Lokführer den Fahrgastwechsel auf der gesamten Zuglänge überblicken kann.

Wenn jemand doch in die schließende Tür gerät, sperrt die jedoch automatisch wieder auf. Johannes Welte

dpa

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