Lebensmüde Aktion am Hauptbahnhof

Betrunkener S-Bahn-Surfer flippt völlig aus

München/Weilheim - Total betrunken sprang am Mittwoch ein S-Bahn-Surfer (21) aus dem Landkreis Weilheim auf einen Zug. Als die Polizei eingriff, eskalierte die Situation.

Mit 2,3 Promille sprang ein 21-Jähriger am Mittwochnachmittag (21. April) auf eine S-Bahn auf und "surfte" anschließend auf an einem Meridian-Zug. Als Bundespolizisten den Mann festnehmen wollten, eskalierte die Situation.

Gegen 17:20 Uhr meldete laut Bundespolizei ein Triebfahrzeugführer der S-Bahn einen "S-Bahn-Surfer", der vom S-Bahnsteig des Hauptbahnhofs auf eine S-Bahn aufsprang und in Richtung Donnersbergerbrücke außen mitfuhr. Es kam zu Verzögerungen auf der Stammstrecke.

Ersten Ermittlungen nach wechselte der 21-Jährige aus dem Landkreis Weilheim-Schongau dann auf einen Richtung Hauptbahnhof fahrenden Meridian-Zug und fuhr ebenfalls außen am Fahrzeug mit. Der Triebfahrzeugführer bemerkte bei der Einfahrt am Gleis 36, dass eine Person vom Zug absprang und verständigte die Bundespolizei.

Eine Streife konnte den 21-Jährigen im Hauptbahnhof stellen. Bei der Festnahme sperrte er sich vehement gegen die Laufrichtung. Die Beamten mussten den jungen Mann mit Zwang zur Dienststelle bringen. Dabei verletzte sich ein Bundespolizist am Finger und ein Funkgerät wurde beschädigt. Der 21-Jährige zog sich bei der Festnahme eine Verletzung im Gesicht zu, die durch einen herbeigerufenen Arzt versorgt wurde. Der Bundespolizist musste aufgrund seiner Verletzung an der Hand den Dienst abbrechen.

Der junge Mann konnte die Dienststelle am Mittwochabend verlassen. Gegen ihn wird laut Polizei wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und einer Ordnungswidrigkeit nach der Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung ermittelt.

mm/tz

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