Tausende Pendler waren betroffen

Bahn erklärt: Darum kam es zum Stammstrecken-Chaos 

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S-Bahnfahrer müssen am Donnerstag viel Geduld mitbringen.

München - S-Bahnfahrer müssen am Donnerstag viel Geduld mitbringen: Wegen einer technischen Störung kommt es zu erheblichen Verspätungen auf der gesamten Stammstrecke. Den ganzen Tag über ist mit Beeinträchtigungen zu rechnen. 

Bei Bauarbeiten am Marienplatz wurden am späten Mittwochabend mehrere Strom- und Signalkabel beschädigt. Dadurch kommt es noch den ganzen Donnerstag über zu Einschränkungen im S-Bahnverkehr auf der Stammstrecke. "Die Schäden konnten aber provisorisch so weit repariert werden, dass mit Ausnahme der Linien S1, S6 und S27 alle S-Bahnlinien wieder über die Stammstrecke fahren", befürchtete die Bahn am Vormittag.

Um 11 Uhr meldete die S-Bahn: "Die Linien S 6 Tutzing und S 27 Deisenhofen verkehren wieder auf dem Regelweg." Und um 11.40 Uhr hieß es dann: "Die Linie S 1 Freising/Flughafen verkehrt wieder auf dem Regelweg. Die Verkehrslage auf dem S-Bahnnetz hat sich normalisiert."

Fahrgastverband erhebt Vorwürfe

Neben anderen Kabeln wurde bei den Bauarbeiten auch das Kabel für die sogenannte Linienzugbeeinflussung (LZB) zerstört. Dadurch kann auf der Stammstrecke nicht mit der üblichen Taktdichte von 30 Zügen pro Stunde und Fahrtrichtung gefahren werden. Die Bahn hofft, die LZB-Verbindung im Laufe der kommenden Nacht wieder herstellen zu können. Wenn das gelingt, können mit Aufnahme des Verkehrs am Freitagmorgen wieder alle Züge auf dem planmäßigen Weg fahren.

"Natürlich kann es bei Bauarbeiten zu unvorhergesehenen Störungen kommen", sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. "Aber die Summe der Störungen im S-Bahnbereich ist einfach zu hoch."

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vh/ole

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